“Ein Bekenntnis der Linken zur DDR als Unrechtsstaat”

fordern die Grünen, schreibt die ZEIT.

Mal angenommen, die Linke würde nun sprechen: “Hiermit bekennen wir uns zur DDR, dem bekannten Unrechtsstaat”, oder: “Hiermit bekennen wir uns zum Unrechtsstaat als solchem, wie die DDR bekanntlich einer war”, dann, o ZEIT, will ich zwar glauben, daß männiglich sagen würde: “Na endlich. Das wurde aber auch mal ZEITZeit!” Und andere würden vielleicht sagen: “Sonst noch etwas? Das wissen wir schon lange!”, und dritte könnten sagen: “Nicht doch, nicht doch! So deutlich wär’s nun auch wieder nicht nötig gewesen.” Und eine Minderheit würde vielleicht sogar sagen: “Schön wär’s ja, aber das glaubt ihr doch wohl selber nicht!”

Aber würden die Grünen wirklich sagen: “Das war’s was wir wollten. Nun steht unserem gemeinsamen Regierungsglück nichts mehr im Wege. Laßt uns Gesetze machen gehn, Linke! Unser Gebärmutterhalssekret verheißt uns fruchtbare Tage.”?

Hiermit fordere ich von der ZEIT ein Bekenntnis zur Überschrift als einem Unfall der Semantik.

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