Autorenarchiv: Fahrgast Radagast

Wolle mer se oistelle?

Auch eine Spätfolge des Mehdornschen Versuches, die Bahn auf den Börsenstrich zu schicken und gleichzeitig an den Unterhaltskosten zu sparen: es gibt nicht mehr genug Bahnvorstände, die man hinauswerfen könnte. Deutlich wird das zurzeit in Rheinland-Pfalz, wo eine Gemengelage aus Unverhersehbarem (Fahrgäste, die mit der Bahn fahren wollen), Vorhersehbarem (Sommerferien und Fahrdienstleiter, die sich in Mehr …

Funeral for a Friend

Nicht nur wir sind mitten im Leben von Lärm umfangen, Quatsch, vom Tode, sondern auch unsere Gadgets. Zumal unsere Lärmgadgets. Gestern noch trieb er mich mit Hilfe Joe Zawinuls und der WDR-Bigband zu den Klängen von Brown Street so virtuos durch den Käsdorfer Heidesand, daß die Kiefern mit Wurzeln und Ästen zuckten und begeistert ihre Mehr …

Offener Brief

an die DB AG heut abweichend auf Gleis 11 Sehr geehrte Fahrdienstleitung, die Pünktlichkeit, mit der Sie bei diesem Wetter Ihre Züge fahren lassen, ist im·per·ti·nent! Ist Ihnen die Rücksichtslosigkeit Ihren Fahrgästen gegenüber mittlerweile zur Natur geworden? Können Sie nicht einmal bei diesen Straßenverhältnissen, die ja nicht umsonst so heißen, ein klein wenig Rücksicht nehmen Mehr …

Wochenende

So. Das wär’s. Ich mache Feierabend. Irgendwann muß ja mal Schluß sein. Ich werde jetzt nach Hause fahren und dann wünsche ich bis Montagmorgen um 8 Uhr niemanden zu sehen. Es ist schlimm genug, daß ich jetzt schon weiß, wen ich am Montagmorgen um 8 Uhr als erstes sehen werde. Da brauche ich nicht zwischendurch Mehr …

Offener Brief

an Mark Zuckerberg Menlo Park, San Mateo County, CA* Sehr geehrter Herr Zuckerberg, Sie haben einen harmlosen Bäderkarren auf der Insel Norderney, der sich den Namen facebox gegeben hatte, wogegen man sicherlich das eine oder andere haben kann, gezwungen, das sein zu lassen. Was zu begrüßen und sicherlich zu seinem eigenen Besten ist, aber darum Mehr …

Statt Feierabend

Wenn Horst Schlämmer, statt sich im Bundestagswahlkampf als aussichtsloses Kanzlerkandidatenholz verheizen zu lassen, damals, als ein Nachfolger für Mehdorn her mußte, beherzt und feste zugegriffen hätte, dann, ja dann gäbe es heute nicht nur Doornkaat in Bistro und Speisewagen, dann wäre der oberste Lokführer der Bahn nicht nur fescher, frohgemuter und fahrgastnäher als Großgrubengräber Grube, Mehr …

Offener Brief

an den UN-Hochkommissar für Billig- und Gerechtigkeit Exzellenz Germanistenfuzzi im Hause Exzellenz! Wie mit Exzellenz gestern abend am Stammtisch respektive beim gemeinsamen Besuch des Abtritts besprochen, erlaube ich mir, mein Gesuch noch einmal schriftlich und submissest in die Antichambre zu geben, betreffend die abnehmende und in Teilen nicht mehr als solche wahrzunehmende Qualität der Arschwische, Mehr …

Tullibardine vs. Boonekamp

Stand per 09.12.2012:        4,00 : 0 Datum Tullibardine-Sparschwein (€) Boonekamp-schachteln (Stck.) Anmerkungen 02.07.2012 1,00 0   03.07.2012 1,00 0 Außerplanmäßiger Sondereinsatz 09.07.2012 2,00 0 Je 50 Cent Bonus wg. des Spargelglases und des nicht aufgegessenen Schnittkäses Spielregeln: Ich würde Euch gerne ein unmoralisches Angebot machen, was haltet Ihr davon? Ich kaufe drüben, bei Nanu Nana, ein Sparschwein, und Mehr …

Offener Brief

an die Fahrradstandtrinker Am Bahnhof Hallo Freunde, ich bin’s man bloß. Es ist mal wieder Montag. Wißt Ihr Bescheid? Mein Fahrradkorb, genau. (Für die neu hinzu gekommenen Leser: Meine Brieffreunde versammeln sich am Wochenende immer um mein Fahrrad, trinken Magenbitter, lesen die Pißpottpresse – oder andersherum -, und lassen den Müll in meinem Fahrradkorb liegen.) Mehr …

Monday, Monday

Zur Info: @Sie, Herr Nachbar im Zug: Das war mein Ellbogen, den Sie da von der Armlehne geschubst haben. Außerdem haben Sie mit der Zeitung geraschelt. Ich hatte zwar Kopfhörer auf, aber so etwas entgeht mir nicht. @Damen und Herren, die übers Wochenende meinen Fahrradkorb vollgemüllt haben: 4 Flaschen Bohnekamp und die Pißpottpresse? Ich will Mehr …