Monat August 2011

Archiv nach Monaten

Rösler erklärt Westerwelle zum Staatsmann

FDP-Chef Philipp Rösler hat die Personaldebatte um Außenminister Guido Westerwelle für beendet erklärt. “Das Führungsteam der FDP besteht aus der Parteispitze, aus der Fraktionsspitze und den Regierungsmitgliedern in der jetzigen Konstellation, sowie dem Staatsmann Westerwelle. Das war so, das ist so, und das wird auch in Zukunft so bleiben”, sagte Rösler am Dienstag kurz vor Mehr …

Deutscher Humor

Nach der herben Kritik, die Cécile Calla auf Spiegel Online an den Deutschen geübt hat, und speziell an deren mangelnder Fähigkeit, in gemischter Gesellschaft jene Art Witze zu erzählen, die am Käsdorfer Donnerstagsstammtisch verpönt sind, und für deren Nichtsublimierung dort zwei Euro in den Nickneger gesteckt werden müssen, wollen wir uns, um Demoiselle Calla zu Mehr …

Dreischritt

Etwas mehr als einen Monat hatte der Preis auf Broders staubigem Kaminsims schmachten müssen, ehe sein Herr und Gebieter seiner überdrüssig wurde und ihn hinauswarf. Erleichtert ließ sich der Preis die Morgenluft um die Nase wehen, freute sich des frischen Himmels wie des Gesangs der Vögelein, und wenn in seinem Herzen ein kleines knubbeliges Weh Mehr …

Goldfinger

Beware of his heart of gold.This heart is cold. Bricusse / Newley Die goldgierige Hexe Ursula, der blonde Besen der CDU, hat sich mit ihrem Vorstoß, älteren Arbeitslosen Arbeitsplätze nur gegen Gold zu vermitteln, zwar wieder in das Kurzzeitgedächtnis der Öffentlichkeit eingeschleimt und der Presse ein paar handwarme Überschriften beschert, aber nicht wirklich an ihre Mehr …

“Demokratie allein bringt eben noch kein Essen auf den Tisch. So ist die Wirklichkeit.”

Sprach die chinesische Außenministerin, Frao Mal Tsan, zum Westen, und fügte hinzu: “Du bist hochnäsig und selbstgefällig. Und Hochnäsigkeit und Selbstgefälligkeit müssen bestraft werden. Chchchch!” Doch was soll ich Ihnen sagen? So ist die Wirklichkeit tatsächlich! In Wirklichkeit! Menschenrechte z.B., Menschenrechte allein bringen auch noch kein Essen auf den Tisch. Wie ja auch, auf der Mehr …

Auch das noch: Linke kondoliert Gaddafi

“Lieber Bruder Oberst,” so beginnt das Schreiben, das der Redaktion des Käsdorfer Metropolitan (KM) zugespielt wurde, und das handschriftlich auf Notizpapier der Agentur Sbrinz verfaßt ist, weswegen seine Authentizät auch außer Zweifel steht, zumal Bürobote und Hobbyhandschriftenexperte Germanistenfuzzi die Schrift untersucht und als “eindeutig nicht von mir” bezeichnet hat, “lieber Bruder Gaddafi, wir sind’s, Deine Mehr …

FAZPlag

Wenn man, was man nicht tun sollte, den Perlentaucher liest, sollte man wissen, was man tut. Es rächt sich. Am Mittwoch – wieso ist eigentlich schon wieder Mittwoch? Und nicht nur das, Mittwoch, kurz vor Mitternacht? Jeden Mittwoch dasselbe, da stimmt doch was nicht! Am Mittwoch jedenfalls konnte man lesen, daß die FAZ eine Beleidigungsmaschine Mehr …

R.O.T.S.P.O.N. – Der volle Kanal

In eigener Sache Die Kolumne “R.O.T.S.P.O.N. – Der volle Kanal” (Anm. d. Red.: das ist diese Kolumne) muß in dieser Woche leider ausfallen. Der zuständige Redakteur – Germanistenfuzzi – ist nach Lektüre der Schwesterkolumne “S.P.O.N. – Der Schwarze Kanal” (Anm. d. Red.: das ist jene Kolumne) in eine Art Krampfschlaf verfallen, und weigert sich, aufzuwachen. Mehr …

FDP liefert wieder

Die FDP, tausendmal totgesagt, tausendmal ohne daß was passiert wäre, die FDP ist immer noch ein dicker Hecht im Hühnerstall, wenn es gilt, neue Wähler klar zu machen. Man wird sie auch ein 1001. Mal totsagen. Und es wird wieder nichts sein.

Nun hat der Generalsekretär Lindner, die Kalte Schnauze der FDP, gezeigt, daß die FDP es noch kann, und hat nach all den schlechten Umfragewerten der letzten Zeit all den schlechten Umfragewerten und mißgünstigen Totsagern gezeigt, was eine Harke ist, und hat eine neue FDP-Wählerin aufgetan. Damit sie nicht sofort wieder wegläuft, wie die anderen alle, will er sie festtackern. Nein, heiraten. Hat sie schon geheiratet.

Unseren herzlichen Glückwunsch dazu. Möge Segen auf der Verbindung ruhen, der Ehestand ein glücklicher sein, und Lindner erkennen, daß es schönere, zufriedenstellendere und beglückendere Dinge im Leben gibt, als ältere Arbeitslose am Nasenring in die Manege zu ziehen und durch kokelnde Reifen hüpfen zu lassen.

Wie jeder große Womanizer hat auch Lindner seine Masche, und einer wie Lindner hält mit seiner Masche auch nicht hinter dem Berg: es ist die sog. Lindnersche Serviettenmasche. Und einer wie Lindner, der seinen Erstgeborenen für die Partei geben würde, zickt auch nicht rum, wenn er der Partei seine Serviettenmasche zu Wahlkampfzwecken zur Verfügung stellen soll, auch wenn solche indirekten Spenden steuerrechtlich heikel sind.

Nun wird uns also im nächsten Wahlkampf der FDP eine Serviette ins Haus flattern, mit der keuschen Frage "Ich liebe dich. Willst du mich wählen?" Als Antwort wird kein Freitext erwartet, denn man will die möglichen Wähler ja weder verprellen noch überfordern. Statt dessen wird die Serviette in der Art eines Einbürgerungsfragebogens Antwortmöglichkeiten vorgeben, kleine runde einladende Symbole, die sich dem spitzen Stift des Wählers aufreizend darbieten und darum buhlen, erwählt zu werden:


Sir Arthur

Das komplette Drama der Selbstdesillusionierung des bürgerlichen Denkens spielt sich gerade in England ab. In einem der meistdiskutierten Kommentare der letzten Wochen schrieb dort Charles Moore: „Es hat mehr als dreißig Jahre gedauert, bis ich mir als Journalist diese Frage stelle, aber in dieser Woche spüre ich, dass ich sie stellen muss: Hat die Linke Mehr …