Wettschulden

Sie haben mich in dieses Blog geholt, wo ich das Thema Geschlechtlichkeit übernehmen soll, das durch die anderen Autoren bislang nicht abgedeckt wird, und auch nicht abgedeckt werden soll.

Abgedeckt werden soll. Hähähähähä.

So? Habt Ihr Euch das so vorgestellt? Oder vielleicht so:

Kebsweiber gesucht. Möglichst viele. Zu melden bei Butz.

Meiner Frau sag ich das lieber gar nicht. Was die dazu sagen wird, weiß ich schon: Bringen Sie bitte die folgenden Wörter in die richtige Reihenfolge: Bock, Gärtner,haben, den, gemacht, ja, sie, da, zum. Oder: Doofi, klein, Plüschohren, zuständig, Samtpfötchen, mit, wie, Geschlechtlichkeit, und, niiiiedlich!, ist.

Ich weiß nicht, warum die Leute bei einem Pudel mit englischer Schur immer gleich Puppenstube assoziieren müssen. Assoziieren wollen, besser gesagt. Nagut, diese lüttjen Dinger mit den total verbumfeiten Pumphosenfrisuren an den Beinen, sehen untenrum original aus wie der kleine Muck, und auf dem Kopf wie David Hasselhoff, als der die Damen noch scharenweise zum #### vor den Fernseher locken konnte. Die Damen übrigens, die heute an der anderen Seite der Zwerg- und Kleinpudelleinen hängen. Damen, die sich lieber beim #### einer Hostie erwischen lassen würden, als mit Haaren auf den Schienbeinen, die gehen her und verpassen den ihnen ja nur von Gott anvertrauten und nicht etwa ihnen gehörenden Schutzbefohlenen eine Modeschur, es ist nicht zu fassen! Denen soll man doch die #### aus####! Einzeln!

Aber was haben wir Groß- und Königspudel mit diesen Mißbrauchsopfern zu schaffen? Sehen Sie mich an

von rechts,

von links,

von vorn,


und dann sagen Sie mir ins Gesicht, daß ich nicht hübscher sei als Günther Oettinger!

Naja, das mußten Sie ja jetzt sagen, das waren Sie Ihrer Selbstachtung schuldig. Aber ich kann Ihnen versichern, daß Cora und Caro und Kira, und Kylie, Kennie und #### und, na! – und Dings, Katy, daß die da aber ganz anderer Meinung sind. Ganz anderer Meinung. Die würden für Günther Oettinger keinen Umweg machen. Und wenn sie die Wahl hätten, zwischen einer rügenwalder Teewurst und Günther Oettinger, würden sie die rügenwalder Teewurst nehmen. Ich übrigens auch.

Natürlich zum Fressen! Nicht was Sie denken. Ferkel!

Meine Frau ist Schnauzer, aus Hamburg und entsprechend eingebildet. Mein lieber Mann! Die bellt nicht jeden an. Ich habe sie sogar im Verdacht, Stunden zu nehmen, um beim Bellen mit der Zunge anzus-toßen, aber das leugnet sie natürlich. Bzw, das ignoriert sie nicht mal, da s-teht sie wohl drüber. Läßt sich zweimal im Monat trimmen, ich wüßt’ es ja!
Soll sie mich wegen meiner Schur verspotten, das läßt mich kalt. Das perlt an meinem wasserdichten Fell ab. Sie haart, i-Bah! Wenn Sie mit meiner Frau #### würden, und zwischendurch ihre #### ####, oder ihre #### mit beiden #### nehmen und dann #### die ####, dann hätten Sie anschließend die Zunge voller Haare. Hanseatischer Haare, meinetwegen. Aber kriegen Sie die mal wieder runter! Sie haben Finger, Sie haben gut reden. Ich kann die nur runterschlucken.

Ich haare nicht! Deswegen lasse ich mich auch locker verspotten, was soll’s. Ich sehe bloß nicht ein, was an mir niedlich sein soll. Altmodisch, ok, das könnte ich noch nachvollziehen. Sie laufen ja auch nicht mehr in Knickerbockern rum. Aber ich habe neulich Germanistenfuzzi sagen hören, man möge ihm in eroticis die Knickerbocker nicht verachten, die wahren Knickerbocker, nicht irgendwelche Kniebundhosen, in denen für Aktivitäten gleich welcher Art gar kein Platz sei. Man müsse schon die Schnalle am Knie lösen und mit #### oder #### hinein#### können.

Und ich sage: verachtet mir die klassische Pudelschur nicht! Erstens mal habe ich mehr Haare auf der Brust als David Hasselhoff, entschieden mehr Haare, zweitens habe ich einen geschorenen Hinterleib, ohne den heutzutage im #### anscheinend gar nichts mehr geht, drittens habe ich eine schöne spitze Schnauze, um die mich mancher von Euch Flachschnauzern beneiden dürfte, vielfältig einsetzbar und spitzer noch als Günther Oettingers Nase.

Das vierte, was ich gerne an mir hervorheben und auf das ich Ihre Aufmerksamkeit lenken wollen würde, aber ich fürchte, daß man mich nicht lassen wird, ist mein ####. Na bitte! Mein #### mit dem Quast. Ich weiß gar nicht was das soll, erst einen Experten für Schweinkr#### herbeipfeifen, und ihn dann nicht frei reden lassen! Das ist ja, als wenn man als Deckrüde engagiert wird, und dann nicht zu Potte kommt, weil die David-Hasselhoff-Trine am andern Ende der Leine kurz bevor es ernst wird nicht mehr wahrhaben will, daß es beim Deckakt ohne etwas Schweinkra#### nicht abgeht.

Haben Sie das bemerkt? Man kann sie austricksen, wenn man schnell genug spricht:

  • Schw####
  • Schwein####
  • Schweink####
  • Schweinkram ####

Hähähähä.

Wo war ich stehengeblieben? Achso ja, mein Schwanz. – Hallo, Zensur? Alles ok? Wird’s denn wieder gehen? – Fein. Nein, mit meinem #### war ich durch. Fünftens, wollte ich sagen, fünftens habe ich ganz außerordentlich gut gepflegte Krallen. Was Frauen bei Rüden für einen Wert auf gepflegte Pfoten legen, das glaubt man oft gar nicht. Ist aber so. Wenn ich eine #### will, lege ich ihr nur eine #### in den ####, und schon fängt sie an zu ####. Ist wirklich wahr.

Außer meine Frau. Bei der funktioniert das natürlich überhaupt nicht. Samtpfötchen, pff!
Meine Frau ist ja grundsätzlich anderer Meinung als ich, wenn es um irgendetwas geht, zu dem ich eine Meinung habe. Insbesondere bei anderen Rüden. Paddy z.B. ist in meinen Augen nichts weiter als ein eingebildeter, manierenloser Flegel mit dreckigen Fingernägeln, der eine zufällig vorbeikommende Hündin #### ohne auch nur guten Tag zu sagen. Aber was sagt meine Frau? Schneidig, nennt sie das. Oder Dalmatiner – ich kann sie nicht ab. Dieses manieristische Gepunkte! Und was sagt meine Frau? Knabenhafte Körper, sagt sie, Waschbrettbäuche, sagt sie, zum Anbeißen, sagt sie – es fehlt nur, daß sie anfängt zu sabbern. Aber Hanseaten sabbern natürlich nicht. Schnauzer sabbern sowieso nicht, ich weiß, Pudel auch nicht, aber darum geht’s nicht, meine Frau würde nicht mal dann sabbern, wenn sie ein Boxer wäre, so vornehm ist man in Hamburg.

Innerlich sabbert sie aber.

Darum war ich baß erstaunt, als ich meine Frau fragte, ob sie lieber eine rügenwalder Teewurst hätte, oder Günther Oettinger. Ich hätte gewettet, daß sie Günther Oettinger wählen würde, wenn nicht der Erotik der #### wegen, dann schon allein um mich zu ärgern. Ich hätte nicht nur, sondern hatte sogar gewettet, einen Teller voll Honigpops mit Milch gegen ein dröges Hasenbrot, so sicher war ich meiner Sache.

Ich zeigte ihr das Bild.

Gib die Wurst, sagte sie bloß.

Die Kommentarfunktion für diesen Post wurde deaktiviert.

Navigation