Sozialkritik und Product Placement

Angela Merkel, die das Thema Integration bzw. vielmehr die Verweigerung derselben weißgott von innen kennt, rückt das Thema Integration immer stärker in den Focus. Nein, in den Fokus. Schreibt jedenfalls Focus. Die Kanzlerin glaubt nicht, daß die Probleme in den nächsten Jahren gelöst werden können – auch weil die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder geschlampt habe.

„Und die rot-gelbe unter Schmidt.“

„Wir können nicht in drei, vier Jahren die Versäumnisse der vergangenen 30 Jahre ausgleichen. Das dauert länger als eine Legislaturperiode“, sagte Merkel der „Pißpottpresse am Sonntag“ (PamS). 30 Jahre seien eine lange Zeit. Insbesondere die Zeit vom 5. September 1980 bis zum 1. Oktober 1982, in der Helmut Schmidt Kanzler gewesen sei, sei lang gewesen, sehr lang. Zu lang. Was in der Zeit verschlampt worden sei, sei in den nachfolgenden 16 Jahren nicht wieder gutzumachen gewesen.

„Die Regierung Kohl hatte gar keine Chance.“

Und die Zeit vom 27. Oktober 1998 bis zum 22. November 2005 sei sogar noch länger gewesen. Nicht ganz 4 mal, aber immerhin 3 1/2 mal so lang, also praktisch das Fünffache. Und nicht nur das. Die Zeit vom 22. November 2005 bis heute sei im Vergleich dazu nicht der Rede wert.

„Wir mußten ja bei Null anfangen. Es gab ja nichts. Die Schweine warteten doch alle auf die Währungsreform. Wir können uns das heute nicht mehr vorstellen, aber damals, 2005, hätten sie noch nicht mal den Raum für einen Sprachkurs anmieten können, es sei denn für ein Paar Nylonstrümpfe oder Ihre Jungfräulichkeit. Wo, ich bitte Sie, hätten Sie die denn her nehmen wollen?“

„Nicht jeder hat eine Schwester in Amerika, die ihm hier und da eine Strumpfhose oder eine Pfund Bohnenkaffee rüberwachsen ließ.“

„Unsere Integrationsbeauftragte, Maria Böhmer – wir haben sie damals ins Bundeskanzleramt geholt, damit sie nicht erfror -, brachte in der Anfangszeit immer ein Stück Holz mit zur Arbeit. Nicht etwa, um es griffbereit zu haben, wenn ein integrationsunwilliger Muslim vorstellig wurde, sondern um die Feuerschale damit zu beheizen, sonst hätten wir alle frieren müssen.“

„Wir haben improvisiert und in jedem Korridor eine Feuerschale, Garpa, Modell Olymp, schwarzlackierter Edelstahl, 1/2 Stange Zigaretten und ein Pfund Butter unverb. Preisempf., aufgestellt. So war das eben damals. Jeder von uns hatte ein Stück Holz oder ein Brikett in der Handtasche, für die Schale, oder falls etwa ein integrationsunwilliger Muslim vorbeigeschaut hätte.“

„Aber das war alles nicht schlimm, wir haben ja auch viel gelacht. Schlimm sind die integrationsunwilligen Herrschaften in meinem Kabinett. Wir haben das Ritual mit den Holzscheiten beibehalten, obwohl die Heizungen im Bundeskanzleramt dank der Haushaltskonsolidierung, der konsequenten Wachstumsförderung und dem radikalen Sparkurs der von mir geführten Regierung wieder funktionieren. Aber heben sie die Holzscheite und die Briketts etwa für die Köpfe integrationsunwilliger Muslime auf? Kein Gedanke!“

„Die eigene Birne ist ihnen näher. Es hat schon Tage gegeben, an denen ich auf allen Vieren durch die Gänge des Kanzleramts gekrochen bin, weil die Holzscheite und Briketts so niedrig flogen.“

„Ich glaube nicht, daß wir das in drei, vier Jahren in den Griff kriegen. Das bleibt erstmal so. Wenn das vorbei sein wird, in vielen Jahren, können wir uns vielleicht um die Integrationsprobleme anderer Leute kümmern.“

Bis dahin appelliere sie an die integrationsunwilligen Muslime, selbst zu sehen, wie sie klar kommen. Wenn sie Schwierigkeiten hätten, sollten sie sich bei der SPD bedanken.

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