Farce

Verbraucherschützer haben die von den europäischen Verbraucherministerien verabschiedeten Regeln zur Kennzeichnung von Lebensmitteln eine Farce genannt.

Bei dieser Farce (französisch für „Füllung“) handelt es sich um eine Masse aus feingehacktem, im Fleischwolf gemahlenem, im Kutter zerkleinertem oder im Mörser zerstoßenem Zucker, Salz und Fett, die mit Kalorien gewürzt und mit Sahne gebunden wird. Besonders feine Farcen werden noch durch ein Sieb gestrichen (Wikipedia). Bevor sie in den Verbraucher gefüllt werden, müssen sie in Zukunft mit einer Nährwerttabelle versehen werden.

Eine Ampelkennzeichnung, die die Verbraucherschützer lieber gesehen hätten, war in Europa nicht durchzusetzen, weil die Ampelfarben innerhalb der EU zu stark variieren. Nicht einmal bezüglich der Zahl der Farben herrscht Einigkeit: Zwar bevorzugt eine absolute Mehrheit von Staaten dreifarbige Ampeln, aber immerhin 7 von 27 bescheiden sich mit zweifarbigen. Drei Ausreißer – Malta, Spanien und Portugal tun es nicht unter 5 Farben.

Bei den Farbkombinationen herrscht blau-weiß-rot vor (7 Staaten), gefolgt von rot-weiß (4 Staaten), rot-weiß-grün (3) und schwarz-rot-gold, blau-weiß und grün-weiß-orange mit je 2 Staaten. Außer den genannten fünffarbigen Einzelgägngern hat es noch die 4 Eigenbrötler Rumämien (3 Farben), Schweden (2), sowie Litauen und Estland (je 3).

Munter durcheinander geht es auch bei der Farbreihenfolge: So haben zwar Deutschland und Belgien die gleichen Farben, allerdings haben die Belgier die Reihenfolge schwarz-gelb-rot statt schwarz-rot-gelb, und montieren ihre Ampeln zudem quer.

Einig war man sich hingegen darin, daß man bei der Gesetzgebung auf die Lebensmittellobby hören wollte, so wie man immer auf die Lobby höre. Das sei man so gewohnt und wisse, wie es geht.

Alles andere gäbe wahrscheinlich ein heilloses Durcheinander und würde den Verbraucher nur verunsichern.

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