Harter Schanker erstmals beliebter als FDP

Die FDP verharrt im Beliebtheitstief. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, und würden Infratest-dimap-Typen vor den Wahllokalen herumlungern und den die Wahllokale verlassenden Wählern freche Fragen stellen, und wären die Wähler bereit, den Typen trotz der Fragen Antwort zu geben, und wären diese Antworten ehrlich und obendrein das, was die Typen hören wollen, und nicht ‘Verpißt euch!”, “Aus dem Weg!”, “Kusch!” oder “Wie oft soll ich euch Typen noch sagen, daß ihr nicht da rumzuhängen habt, wo ich wählen gehe!?”, dann käme die FDP auf 28 bis 42 Promille. Das wäre, wenn es Prozent wären, gutes Likörkaliber. Likör bis Schwachschnaps.

Na gut, Schnaps.

Der harte Schanker hingegen käme auf 9,7%, was selbst dann, wenn man in Rechnung stellt, daß nicht alle Leute wissen, was ein harter Schanker ist und viele, insbesondere Männer, sich da völlig falsche Vorstellungen und müßige Hoffnungen machen, was selbst dann, wenn man diese wunschgedankenväterlichen Fehlvoten aus dem Ergebnis rausrechnet, immer noch mehr ist, als das, was die FDP für sich verbuchen darf.

Der Vorsitzende der Gesellschaft zur Mehrung und Förderung des Unerklärlichen (GMFU), Germanistenfuzzi, kann sich das zur Hälfte erklären:

“Also, die Hälfte mit dem Schanker, daß er beliebter ist, das kann ich verstehen. Das klingt zunächst unverständlich, aber wenn man sich vor Augen hält, was die FDP für eine ist, dann kann man das verstehen. Das ist eine weise Wahl.”

“Was ich nicht verstehe, was ich mir nicht erklären kann, und was die Weisheit des Volkes dann doch wieder nur als Weisheit des Umfragepöbels dastehen läßt, ist die Tatsache, daß dieselben, die dem Schanker den Vorzug vor der FDP geben, daß diese selben – angeblich, muß man vielleicht sagen, oder darf man sich vielleicht erhoffen, denn man steckt ja nicht drin, vielleicht sind die Ergebnisse ja auch alle gelogen, was ist denn Infratest-dimap überhaupt für ein Laden, ist das was Seriöses, oder ist das so eine Art Umfrage-kik? – daß diese selben, die ja eben noch eine vernünftige Abwägung getroffen haben, daß diese dann quasi im selben Atemzug und mit der anderen Hand den zu Guttenberg gut finden. – Es ist mir dies unerklärlich.”

“Und das ist auch gut so.”

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