Die Gedanken sind frei

Käsdorfer Taschengerichtshof

- 1 K-TGH 01/11 -

In dem Verfahren

Kapsköppe gegen die Bundesrepublik Deutschland vertreten durch die Kanzlerin A. Merkel

betreffend angebliche Erlasse von Denkverboten durch besagte Kanzlerin,

hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Käsdorfer Taschengerichtshofs durch

den Präsidenten Gero
und die Richter Quastel,
Germanistenfuzzi

gemäß § 32 Abs. 1 in Verbindung mit § 93d Abs. 2 sowie weiteren Abs. der genannten §§ sowie weiteren §§ und weiteren Abs. weiterer §§ in der Fassung der Bekanntmachung einstimmig beschlossen:

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Gründe:

1) Es gibt keine. Will sagen, die Beschwerde ist offensichtlich unbegründet.

2) Die Beschwerde ist aus formalen Gründen zurückzuweisen. Denkverbote setzen des Denkens mächtige Verbotsbetroffene voraus.

3) Unbeschadet einer Entscheidung des Gerichts in der Hauptsache wären die Kapsköppe also so oder so nicht betroffen.

4) Womit ihr Recht auf Beschwerdeführung mit einem Wimmern im Wind verweht.

5) Würde das Gericht in der Hauptsache entschieden haben, wäre die Entscheidung etwa wie folgt ausgefallen:

i) Die Bundeskanzlerin kann viel erlassen, dafür ist sie Kanzlerin.

ii) Aber keine Denkverbote.

iii) Das geht überhaupt nicht.

iv) Und wenn es ginge, hieße das noch lange nicht, daß diese Bundeskanzlerin es hinkriegte.

v) Warum sollte sie? Sie kriegt doch auch sonst nichts hin.

vi) Abgesehen davon kann sie es auch gar nicht.

vii) Sie kann nicht einmal erlassen, daß daß mit sz ab sofort mit Doppel-s geschrieben wird.

viii) Nicht einmal dass!

ix) Leute also, die den Erlaß von Denkverboten durch die Bundeskanzlerin beklagen, sind nicht länger für eine Beschwerde gegen den Erlaß von Denkverboten durch die Bundeskanzlerin qualifiziert.

x) Was zu zirkelschließen war.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.

Gero Quastel Germanistenfuzzi

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