Guttenbergiana

Nach dem Kampf …

… gegen den doppelten Windsorknoten:

Vielleicht sollte man doch etwas duldsamer sein. Auch einem Guttenberg wird schließlich, außer einem ‘Summa cum laude’, nichts geschenkt. Und ein Mensch, der seine eigene Krawatte binden kann, kann nicht ganz talentfrei sein.

Vielleicht ist er wirklich kanzlerabel.

Reusability

Wie aus Kanzleramt und Wirtschaftsministerium übereinstimmend verlautet, wird Kanzlerin Merkel in ihrer Rede zur Eröffnung der CeBIT in Hannover die Bedeutung des Prinzips Copy & Paste für Innovationskraft und Wachstumspotential der Sortwarebranche herausstreichen.

Es habe Jahre gedauert, so Merkels Manuskript, bis die Vorteile von Modularisierung, Kapselung und Wiederverwendbarkeit allgemein gesehen worden seien. Zu negativ seien oft die hohen Kosten strukturierter Softwareentwicklung, zu wenig positiv das Einsparpotential im späteren Lebenszyklus der Software gesehen worden.

Der schnelle Ruhm, den ein sich abschreibenderweise bei den Pionieren bedienender Nachgeborener einheimse, gehöre aber als Kehrseite der Medaille zu deren Mühen, Irrwegen, durchwachten, durchforschten und durchzweifelten Nächten dazu. Zum Gesamtbild gehöre beides. Aus der Sicht des Wiederverwertenden sei es eine Form der Verneigung vor dem Verdienst des Anderen, aus dessen Sicht Anlaß zur Genugtuung darüber, daß der Aufwand nicht umsonst war.

Wenn wir heute noch darauf bestünden, jedes Rad, das an einen Phaeton montiert wird, frisch zu erfinden, oder mit Kreide dranzuschrieben, von welchem BMW es zuvor abmontiert wurde, dann bezweifle ich, das der Sonnenwagen heute schon einsatzbereit wäre, so Merkel.

Neuanfang

Die Universität Bayreuth erwägt, Deutschland zu verlassen und in Südamerika den Neuanfang zu versuchen.

“Hierzulande wird unser Name auf ewig ein Schmuddelimage haben. Schon jetzt kriege ich Proseminararbeiten, denen – nicht im Innern, die Mühe macht sich keiner mehr – ganz offen ein Zehneuroschein angeheftet ist,” sagt ein sichtlich betroffener Universitätspräsident.

Nachfolger

Stefan Mappus hat Consul Weyer Graf von Yorck als möglichen Nachfolger ins Gespräch gebracht.

Consul Weyer genieße “höchstes Ansehen im In- und Ausland”. “Er wäre ein toller Verteidigungsminister”, sagte Mappus in der Tagesschau.

Einerseits – andererseits

Einserseits verständlich, daß die Union Guttenberg nicht hergeben will, Norman Bates hat seine Mutter ja auch nicht hergegeben.

Andererseits stellen sie sich ganz schön zickig an. Die Ökos haben Bionade schließlich auch verloren geben müssen. War bestimmt nicht einfach.

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