Papst über den Papst: Papst ist das schönste Geschenk Gottes

Nach den Worten des Papstes, der heute das Olympiastadion in Berlin leergepredigt hat, ist das Papstamt das schönste Geschenk Gottes nach dem SPD-Vorsitz.

Der Papst, Benedikt mit Namen, hielt den Gläubigen ihre Kleingläubigkeit vor, und schalt sie, mit ihrem Blick auf den Papst an dessen äußerer Gestalt hängen zu bleiben. Dann erscheine der Papst nur als eines von vielen Individuen innerhalb einer haltlosen Gesellschaft, das sich unvorteilhaft kleide. “Wenn dann auch noch die leidvolle Erfahrung dazukommt, daß es in der Papstkirche gute und schlechte Fische, Weizen und Unkraut gibt, und der Blick auf das Negative fixiert bleibt, dann erschließt sich das große und schöne Mysterium” des Papstes nicht mehr, so der Papst.

Mit den schlechten Fischen und dem Unkraut meinte der Papst die ungetreuen Priester, von denen die Kirche allerhand hat, und die es in der krautigen und in der fischigen Variante gibt.

Wenn dann “oben auf diese leidvolle Erfahrung drauf” auch noch die nicht minder leidvolle Erfahrung komme, daß von der Kirche und in der Kirche, und in ihr vom Papst, und von diesem Papst nicht zuletzt, der Zucht von Disteln und Unkraut und dem Fang fauler Fische frisch und fröhlich Vorschub geleistet wird, dann komme keine Freude mehr über den Papst und die Kirche und die Zugehörigkeit zur Kirche auf. Wenn man erkenne, daß Disteln nicht ausgejätet, sondern nur, wenn’s gar nicht anders geht, umgetopft werden, daß der Weizen sich mit Disteln solidarisch erklärt, Weizenseilschaften die Existenz von Disteln für unerwiesen und die Beimnamennennung derselben für Gewäsch erklären, daß Weizensaat und Distelsamen in der gleichen Scheune gelagert werden, die junge Saat mit 1a Disteldünger gepäppelt wird, und die stinkenden Fische in die zweite Lage sortiert und mit viel Weihrauch bemölmert werden, damit man’s nicht so riecht -

- dann machten sich natürlich “Unzufriedenheit und Mißvergnügen” breit. Aber solle das niemanden dazu verführen, den Papst für nichts zu achten und von ihm zu lassen. Habe das doch auch mit den “eigenen oberflächlichen und fehlerhaften Vorstellungen” von dem, was man vom Papst erwarten dürfe und was nicht, zu tun. Ein Teppich, unter den man nichts kehre, sei eine unnütze Investition. Die Kirche des Papstes aber habe viele und kostbare Teppiche. Alles Geschenke Gottes, wie auch er, der Papst, ein solches Geschenk sei. Ein großes und schönes Mysterium.

Dem schaue man nicht unter das Gewand.

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