Holocaust-Leugner leugnet Holocaust-Leugnung

Die Äußerungen im Interview mit dem Käsdorfer Metropolitan ließen nichts an Undeutlichkeit vermissen:

„Erlaubt, dass ich mich William Williamson nenne. Der reine schöne Bildschirm hier soll nicht mit meinem wahren Namen befleckt werden, der meine Familie mit Abscheu und Entsetzen, ja mit Ekel erfüllt. Haben nicht die empörten Winde seine Schmach bis in die entlegensten Länder der Erde getragen? Verworfenster aller verlassenen Verworfenen, bist du für die Welt nicht auf immer tot? Tot für ihre Ehren, ihre Blumen, ihre goldenen Hoffnungen? Und hängt sie nicht ewig zwischen deinem Hoffen und dem Himmel – die dichte schwere grenzenlose graue Wolke?“

Hier unterbrach der Interviewer erstmals, um zu erfahren zu begehren, wovon der Interviewte redete. Der aber brauchte noch etwas:

„Selbst wenn ich es könnte, würde ich es doch vermeiden, von dem unaussprechlichen Elend und der unverzeihlichen Verdorbenheit meiner letzten Jahre hier zu reden. Von dieser Zeit – von diesen letzten Jahren, die meine Seele so mit Schändlichkeit belastet, will ich nur insofern reden, als ich versuchen will, hier niederzulegen, was mich so in die Tiefen des Bösen hineingetrieben. Gewöhnlich sinkt der Mensch nur nach und nach. Von mir fiel alle Tugend in einem Augenblicke ab, gleich einem Mantel. Aus verhältnismäßig geringer Schlechtigkeit wuchs mir mit Riesenkraft zu den Ungeheuerlichkeiten eines Heliogabalus auf. Welcher Zufall – welches eine Ereignis dies veranlasste, will ich euch jetzt berichten.“

Williamson rapte dann noch eine Weile, wie er der schurkischen Bruderschaft beitrat, sich in sie hineinbohrte, ihr Mark aussagte, das Blut ihrer Adern soff und es durch kaltes, gnadenloses Blei ersetzte, wie die Bruderschaft im Schattenreich zwischen Tod und Wiedergängerei erstarrte und er selbst als ihr Bischof, der anstelle eines Herzens das Pendel aus Edgar Allen Poes Folterkammer trug, immer tiefer in den Pechsumpf der Verblendung, des Geifers, der Niedrigkeit und Gemeinheit sank, langsam vergiftet durch das Sekret seiner eingeboren Bosheit. Wo er durch die Gemeinde schritt, barsten Kirchglocken, erlitten Hyänen Sturzgeburten, faulte die Ernte am Halm, verschloß sich der Schoß fruchtbarer Frauen, erblindeten Griese, verfielen Kinder frühem Irrsinn und verloren Päpste den Verstand.

Der Grund all dessen, der Zufall, jenes eine Ereignis hingegen war schnell erzählt: ein Interview mit dem schwedischen Sender SVT, in dem der Interviewte, wie Verworfene seines Kalibers pflegen, den Holocaust leugnete.

Indes: „Ich glaube, daß das keine Leugnung des Holocausts war“, sagte Williamson dem KM. Der katholische Bischof, dessen Exkommunikation soeben von Papst Malediktus I. aufgehoben wurde, fuhr fort: „Die historischen Beweise sprechen sich eindeutig dagegen aus, daß ich die Ermordung von 6 Millionen Juden in Gaskammern geleugnet hätte.“ Schon rein technisch würde er das in der Kürze der Zeit nicht geschafft haben. Lediglich 5,7 bis 5,8 Millionen Tote habe er geleugnet, die restlichen 200 000 bis 300 000 habe er zugegeben.

Außerdem habe er, aber das sei eine Kleinigkeit, darauf hingewiesen, daß die Opfer der Vernichtungslager nicht durch Gas, sondern durch Menschen umgekommen seien, fehlbare Menschen, unter anderem, denen vergeben sei, aber auch andere, Frauen zum Beispiel, die Hosen getragen hätten. Uniformhosen nämlich.

Dieses aber sei eine Sünde wider den Willen Gottes, der das Weib geschaffen habe, damit es Leben spende, nicht, damit es Hosen trage. Hätten sie, die KZ-Aufseherinnen, während sie ihre Schäferhunde auf die geschundenen, vergewaltigten und gequälten Christusmörderinnen hetzten, nicht auch Röcke tragen können? Dann, so Williamson, wäre ihnen die ewige Seligkeit vielleicht nicht verwehrt, es sei denn, die Röcke wären zu kurz gewesen. So aber …

Papst Maledikt äußerte sich im Gutenachtgebet zutiefst erleichtert darüber, daß Gott ihn, Maledetto, als reinen Machtmenschen geschaffen habe, und nicht aus einer Laune heraus etwa gottgläubig habe werden lassen. Nicht auszudenken, wenn er dereinst vor dessen Richterstuhl für diese Personalie würde geradestehen müssen.
Da er einmal dabei war, ernannte er gleich noch einen muggelgeborenen Weihbischof, der anstelle der Seele eine Vogelscheuche hatte, zur göttlichen Strafe für die unmoralische Stadt Linz.

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