Neues von unter der Sonne

Fracking

Dirk Niebel, der “erfolgreichste Entwicklungsminister der letzten 20 Jahre” (Merkel) und erfolgreichste Putschist und Cäsarenmörder, den die FDP je hatte, will nach seinem Ausscheiden aus dem Bundeskabinett im Herbst sein Ausnahmegehirn dem “Haus der erfolgreichsten Geschichte der Bundesrepublik” zur Verfügung stellen. Denn er wird es dann ja nicht mehr brauchen.

Für den Fall, daß er wider Erwarten und wider alle Wahrscheinlichkeit doch auch nach der Wahl noch einmal Minister oder Nachwuchsstaatssekretär sein sollte, will er sich in einer Klausel die Option zur leihweisen Überlassung des Hirns vom Hausmeister des Hauses, Prof. Dr. Hans Walter Hütter, zusichern lassen. “Für die Dauer des Einsatzes,” so Niebel zum Käsdorfer Metropolitan (KM), “danach kriegen sie es gleich wieder. Aber ich glaube nicht, daß ich von der Option Gebrauch werde machen müssen.” Zu unwahrscheinlich erscheine die Möglichkeit, daß die Gewinnerin der Wahl, Angela Merkel, noch einmal auf ihn zurückgreifen werde. Entweder kriege einer aus der SPD das Ministerium, oder die FDP müsse die Hälfte ihrer Ministerien an die Unionsparteien abgeben, so oder so, in beiden Fällen werde es ihn treffen, Niebel.

Prof. Dr. Hans Walter Hütter weiß nicht recht, was er mit dem Hirn anfangen soll. “Wir werden es wohl ins Lager legen,” sagte er dem KM, “neben die Mütze. Aber ob das was bringt?” Aus der Mütze könne man ja mit der Methode des Fracking vielleicht noch etwas fossilen Brennstoff pumpen, “mindestens aus dem Schweißband. Aber aus dem Hirn?”

Fracking hin oder her, er glaube nicht, daß da was rauskomme.

Merkel

Wohin mit den Armen? frägt n-tv und erweckt mit der Überschrift “Merkel lüftet Geheimnis” den Eindruck, ein Klick auf den Link werde, wie wir es von n-tv gewohnt sind, Auskunft darüber produzieren. Tut er aber denn doch nicht. Was man kriegt ist Auskunft darüber, was Merkel mit ihren Fingern anstellt.

Wohin denn aber nun mit unseren Armen? Slowakei? Bangladesch? n-tv?

“Alles andere wäre DDR” (Chr. Lindner)

Christian Lindner (Wahlspruch: “Alles andere wäre DDR”) hat anläßlich des Einsturzes eines Fabrikhochhauses in Bangladesch seine Kritik an der Kritik unternehmerischer Gier aus dem Jahr 2011 erneuert.

Damals hatte Lindner in einem Interview mit der Welt am Sonntag gesagt, ein gieriger Mensch möge ein unangenehmer Geselle sein. Ein Unternehmer aber, der nicht alles tue, um seine Kosten niedrig und seinen Profit hoch zu halten, sei DDR. Darauf angesprochen, ob das auch für die Ausbeutung von Textilarbeitern und die billigende Inkaufnahme deren Zuschandenwerdens durch vorsätzliche Investitionsunterlassung in marode Produktionsstätten gelte, sagte Lindner dem Käsdorfer Metropolitan (KM), er habe seinerzeit die DDR nicht loben wollen. Wenn das so rübergekommen sei, sei es falsch rübergekommen. In der DDR seien Kapital, Rohstoffe, Energie und Arbeitskräfte, in der DDR sei alles verschwendet worden, weil niemand ein Interesse daran gehabt habe, es dem anderen vorzuenthalten. Die Verschwendung von Energie aus Braunkohle habe nicht nur der Umwelt geschadet, was einem noch egal sein könne, weil es sich bloß um DDR-Umwelt gehandelt habe, und was man darunter zu verstehen habe, davon könne man sich leicht ein Bild machen, wenn man sich ausmale, wie es früher in Bitterfeld ausgesehen habe. Mein lieber Herr Gesangsverein! Darum sei es nicht schade. Schade aber sei es um die Kohle, die man mit der Braunkohle hätte machen können, wenn man sie nicht verschwendet hätte.

Selbst die Ermordung von Republikflüchtlingen sei in der DDR nur unter Verschwendung von Menschen, Material und Munition möglich gewesen. Anstatt die Leute kostengünstig von einstürzenden Fabriken erschlagen zu lassen.

Sage niemand, daß das zynisch sei. Als Zeitgenosse mag ein Zyniker ja ein unangenehmer Geselle sein. Aber ein Parteivorsitzender, der nicht mit allen Mitteln seinen Profit hoch zu halten und die Kosten seiner Politik auf die Schwächsten zu wälzen suchte, der wäre SBZ.

Betreuungsgeld

Die bayrische Staatsregierung hat dementiert, daß die Klage des Freistaates gegen den Länderfinanzausgleich ihre Ursache in den horrenden Zahlungen an die Familienangehörigen bayrischer Landtagsabgeordneter habe, da das Land beides zusammen nicht stemmen könne. Bayern sei keineswegs zahlungsunfähig, auch machten die Zahlungen im Rahmen des Länderfinanzausgleichs nur einen Bruchteil der Kosten des bayrischen Parlamentes aus. Demokratie koste nun mal, aber Bayern könne sich auch das leisten, im Gegensatz zu Bremen oder Brandenburg.

Die Familienbetreung durch den Landtag sei im übrigen durch das Betreuungsgeld solide gegenfinanziert, wie das gesamte Betreuungsgeldgesetz und überhaupt alles aus dem Familienministerium. Im Bund wie in Bayern. Man sei hier ja nicht in Bremen oder Brandenburg. Oder – behüte! -Berlin. Oder – noch schlimmer! – Baden-Württemberg. Wieso fingen eigentlich fünf von sechzehn Bundesländern mit ‘B’ an? Das sei doch bar jeder Wahrscheinlichkeit?!

Wie auch immer. Der Fehler, den der bayrische Landtag gemacht habe, liege darin, daß die Gewährung des Betreuungsgeldes an das Zuhausebleiben der Abgeordneten gekoppelt sei. Man werde umgehend dafür sorgen, daß die betroffenen Volksvertreter ihre eigenen Gesetze verstünden und sich daran hielten. Und also entweder zuhause blieben – dann gebe es weiter Geld – oder aber ihre Angehörigen in eine Kita brächten. Darauf gebe es im übrigen ab demnächst einen Rechtsanspruch.

Dann gebe es keine Ausrede mehr.

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