BMW zahlt CDU für ihre Unbestechlichkeit Anerkennungsprämie in Höhe von 690 000 Euro

Monatelang hatte die Familie Quandt, der die Bayrischen Motorenwerke gehören, ein paar Brauereien, der Bayernkurier, die Wittelsbacher, Horst Seehofer, der Starnberger See und noch ein paar südlich gelegene Fürstentümer, versucht, mit Geld Einfluß auf die Politik der größeren Regierungspartei zu nehmen. Vergeblich! Die CDU war nicht bereit, sich die eigene Überzeugung abkaufen zu lassen.

Die Quandts würden gerne Einfluß genommen haben auf die europäischen Grenzwerte für den Ausstoß von CO2, die, wenn verabschiedet, für ihre geliebten BMWs einen schmerzhaft empfundenen Verzicht mit sich bringen würden, denn so ein durstiger bayrischer Motor, der schluckt was weg. Und stößt was aus. Die CDU, so spekulierten sie, könnte die geplanten Grenzwerte ein wenig verwässern. Hier ein bißchen gekürzt, dort ein bißchen gestreckt, geraspelt, gesägt, gefeilt, das übrige Europa ein bißchen erpreßt, und schon würden wundersamerweise Euros von Bayern nach Berlin wandern, alles völlig legal, und die CDU sollte sie behalten dürfen.

Aber da war nichts zu machen. Die CDU war nicht bereit, Geld anzunehmen, um eine Politik zu verfolgen, die sie sowieso verfolgen würde. Nichts gegen 690 000 Euro, wer bräuchte die nicht? In diesen Zeiten? Sie?

Da sehen Sie!

Aber die CDU, sie blieb standhafter als Sie. So standhaft, daß die Quandts schließlich aufgeben mußten. Nun kommen 690 000 Euro von Bayern nach Berlin gerollt, prachtvolle kleine Burschen, jeder einzelne so rund und blank, es ist eine Lust, sie zu sehen.

Manchmal lohnt es sich eben doch, konservativ geblieben zu sein.

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