Bund aufrechter Monarchisten wählt Mehdorn zum Maskottchen

Nachdem des Mehdorn bisherige Bösnickeleien – Schließung des Bahnhofs Zoo, Schmeißen von Hauptbahnhofsfassadenstahlträgern auf Hauptbahnhofsvorplätze, mehrfacher Versuch, den Unterzeichneten mit Hilfe der automatisch einquetschenden Mördertür des Regionalexpreß mundtot zu machen, rechtswidrige, von keinem Recht gedeckte, jedem Rechtsgedanken hohnsprechende Massenüberprüfung von Lieferantendaten, denen damit pauschal unterstellt wird, heimlich Angestellte der Bahn zu sein, was uns Außenstehenden nicht automatisch als ehrenrührig erscheinen will, aber das weiß Mehdorn natürlich besser als wir -, nachdem jene Bösnickeleien ihn nicht den Hals gekostet haben, den sie ihn von Rechts wegen hätten kosten müssen, nachdem ihn selbst folgende Unterstellung nicht den verdienten Kopf kürzer machen wird:

Mehdorn hebt Handwerkerrechnungen nicht auf.

Käsdorf (eigener Bericht) – Wie der Käsdorfer Metropolitan an diesem Freitag seinen dreckeligen Fingern entsaugt, hat die BAfkaB (Bahn AG, formely known as Bundesbahn) in den vergangenen zwei Jahren sich wiederholt und systematisch des Verbrechens schuldig gemacht, Handwerkerrechnungen nicht, wie heute vorgeschrieben, zwei Jahre lang aufzuheben.

Ts! Unglaublich. – Was denken die sich?

Mehdorn, der, wie manche hinter vorgehaltener Hand tuscheln, noch vor Ostern von Bundeskanzlerin Merkel gegraft werden wird, wodurch er, wie andere (Müller) offen jubeln, die niedere Gerichtsbarkeit in seinem Beritt erhält und untreue Gefolgsleute (Tiefensee) hinrichten lassen kann, sowie die Wehrhoheit, die ihm das Recht gibt, Angriffskriege (Schiebetür, Klimaanlage, „Frühstück ‚Basic'“) gegen die Fahrgäste vorzubereiten …

nachdem die revolutionäre Presse (WELT ONLINE, Financial Times Deutschland) sich überschlägt bei dem Versuch, stündlich schon wieder gestiegenen Druck auf Mehdorn zu vermelden, nachdem nun also klar ist, daß Mehdorn zwar klein und kompakt sein mag, dafür aber die träge Masse mehrerer schwarzer Löcher enthält und also gegen Druck vollkommen unempfindlich ist, da meldet sich unverhofft der Bund aufrechter Monarchisten (BaM) zu Wort und outet sich als Mehdorn-Fan.

„Es ist die schiere Unentfernbarkeit, die uns so begeistert,“ sagt der Sprecher des Bundes dem Käsdorfer Metropolitan (KM), „und das ist es ja auch, was uns an der Monarchie so begeistert. Es gibt da diesen Popper, den Philosophen, ein Bürgerlicher, der von Königin Elisabeth völlig überflüssiger Weise zum Ritter geschlagen worden ist, Sir Popper sollte ich also wohl sagen, obwohl es mir widerstrebt, Sir Popper also, der das Lied der pluralistischen Irrtumskorrektur singt, und seine Adepten, wie den ehemaligen Bundeskanzler Schmidt, die diese Irrtumskorrektur in der Demokratie für gut aufgehoben halten – das ist doch alles Kokelores.“

„Das ist doch alles Killefit. Da sieht man mal wieder, daß die Bürgerlichen nicht in der Lage sind, die Dinge völlig zu durchdringen. Die Schönheit des Standhaften, des Unnachgiebigen, des sich eben nicht verändernden, auch der Härte, durchaus, der Unerbittlichkeit, der Grausamkeit, wenn sie denn nötig sein sollte, die entgeht ihnen völlig.“

„Sehen Sie, dieser Mehdorn, das ist Ihnen mal ein Steher. Klein, ja. Aber standhaft. Der steht Ihnen auch nach vier Stunden noch. Der steht ihnen auch morgen noch, in vier Wochen. Der macht nicht schlapp. So einen hätten wir auch gern.“

Als Maskottchen?

„Als Maskottchen, ja.“

Was sagt er zu der geplanten Grafung von Mehdorn?

„Wunderbar, ganz wunderbar. Das wäre … Da hätte er das Recht der ersten Nacht … Da könnte er, wann immer eine Schaffnerin heiratet … dann könnte er … oh! … bitte entschuldigen Sie mich einen Moment.“

Nun, die Poppersche Irrtumskorrektur ist natürlich auch in der Monarchie möglich und üblich, und der Wirtschaftszweig, der aus dieser Irrtumskorrektur ein gewinnbringendes Geschäft macht, wird vertreten durch den Verband königstreuer Fallbeil-Manufakteure (VkFM), den wir uns zu diesem Zweck soeben ausgedacht haben. Deren Geschäftsführer Gero sieht die Zukunftschancen der Branche „in einem entschieden rosaneren Licht als noch vor 12 Monaten.“

„In den letzten – na – lassen Sie’s 200 Jahre gewesen sein, haben wir uns mit der Produktion von Camenbert-Beilchen und Mönchskäseschrappern ein schmales Zubrot verdient, weil Guillotinen – aus den verschiedensten Gründen – nicht besonders gut am Markt zu plazieren waren. Das scheint sich nun zu ändern, wenn ich die Silberstreifen am Horizont richtig als Dämmerung der Morgenröte, Frühlingserwachen und Auferstehung aus Ruinen deute. Zwar haben wir noch keinen Auftrag für ein neues Fallbeil, aber die Anfragen häufen sich, der Stahl ist preiswert, und die Unzufriedenheit wächst. Da können Sie dem Geschäftsklimaindex bei der Erektion zuschauen.“

Was hält er davon, Mehdorn zu grafen?

„Grundsätzlich ist die Irrtumskorrektur auch in der Demokratie möglich. Daß dabei auf den Einsatz von Fallbeilen verzichtet wird, ist Mehrheitsbeschluß, kann aber seinerseits Korrektur erforden, und das, wenn nötig, mit Fallbeilunterstützung. Sogesehen ist die Monarchie nicht unbedingt die überlegene gesellschaftliche Organisationsform.“

„Auch und gerade Mehdorn ist Manns genug, als Bürgerlicher den Unmut von Jakobinern auf sich zu ziehen, und wenn sich ein Sponsor bereitfände, einem aufgeheizten Mob, der an einem heißen Augusttag in einem ICE – Wagon mit seit Bielefeld ausgefallener Klimaanlage hat sitzen müssen, am Potsdamer Platz eine Guillotine zu stiften, dann würde er sich dieses Unmuts meiner Überzeugung nach auch innerhalb kürzester Zeit als würdig erweisen dürfen – lieber aber hätte ich ihn in einer unserer Manufakturen.“

„Wir vertreiben ein Produkt, oder sagen wir vorsichtiger: wir würden gern wieder ein Produkt vertreiben, das der Kunde nicht haben will, das dem Kunden wehtut, und das der Kunde als Kelch ansieht, den er lieber an sich vorübergehen läßt, wenn es möglich ist, als ihn bis zur Neige zu leeren. Ein solches Produkt zu verkaufen will entweder gelernt sein, oder man braucht einen Vertriebler, dem es Wurst ist, was das Publikum will oder nicht will. Und wenn einer weiß, wie man dem Publikum andreht, was das Publikum nicht will (Schiebetür, Klimaanlage, Frühstück ‚Basic‘), dann weiß das Mehdorn.“

Wie die staatstragende Presse (Käsdorfer Metropolitan, ZEIT) behauptet, weiß Mehdorn von alledem nichts.

„Mehdorn weiß auch nicht, daß das, worin er seine Hände permanent wäscht, Unschuld ist. Dabei hat er selbst ein Faß Unschuld in den Bahntower geordert, in die Vorstandsetage gerollt und den Lieferschein weggeschmissen. Neinnein, der Mann kennt sich aus. So einen hätten wir auch gern.“

Als Maskottchen?

„Als Geschäftsführer. Aber da wir uns als königstreu verstehen – schließlich verdanken wir unsere Reputation und frühere Größe der Monarchie -, und der Bund der Monarchisten uns nun einmal zuvorgekommen ist, lassen wir ihm submissest den Rücktritt.“

Rücktritt? – Er meint Vortritt.

„Nein, Rücktritt. Eben ist, wie mein Adjutant meldet, Herr Mehdorn zurückgetreten.“

Was, jetzt schon?

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