Das Problem

Im Handelsblatt macht das Handelsblatt darauf aufmerksam, daß die Firma Heckler und Koch ihr schönes Totmachteil G36 für zu Unrecht schlechtgeredet hält. Die Tatsache, daß von denen, die von dem Schießeding getroffen wurden, praktisch nie krittelnde Äußerungen zu hören oder zu lesen seien, spreche doch wohl dafür, daß der Donnerstock ja nun doch nicht ganz so krumm in der Gegend herumballere, wie immer gesagt werde.

Da ist was dran. Kritische Stimmen kommen immer nur von solchen, die davon noch nicht getroffen worden sind. Oder denen, die damit nicht getroffen haben. Die aber, so Heckler und Koch, gebe es gar nicht, und von denen, die damit träfen, käme immer nur Lob, Lob, Lob, Lob, Lob. Was für Fredis, fragt man sich, schicken Emails mit Lob an Heckler und Koch? Schicken die auch Emails an Kraft, um deren Schichtkäse zu loben? Schrieb Jack the Ripper an Wilkinson, deren Klingen zu besingen?

Wie auch immer. Einer dieser Schleimer, Stabsfritze H. aus F., wird zitiert mit diesem Schmus: der Püster G36 sei „absolut präzise, und damit nicht zu treffen, ist schon eine Kunst“. – Leute gibt’s!

Anstatt zu fragen, seit wann denn Mannschaftsdienstgrade eigentlich was zu sagen haben, heh?, schreibt das Handelsblatt dazu:

Das Problem: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sieht das anders.

Das Problem: dieser Satz ist syntaktisch falsch. Der Doppelpunkt ist überflüssig. Oder aber, wenn der Doppelpunkt bleiben soll, muß der Punkt hinter Ursula von der Leyen:

Das Problem: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

So wird ein Knobelbecher draus. Und wenn die Schlagzeile bei Google News nicht länger:

Ursula von der Leyen: Keine Bundeswehr-Zukunft für das Sturmgewehr G36.

lautet, sondern:

Ursula von der Leyen: Keine Bundeswehr-Zukunft.

dann wird doch noch alles gut.

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