Coronalob

Ciel!

Zum erstenmal seit den Tagen, an denen ich, wenn draußen ein Flugzeug zu hören war, auf kurzen Beinchen auf die Veranda stackerte, weil ich genauso vorne zu sein wünschte wie alle anderen, für die ein Himmel ohne Flugzeug von gestern war, und außerdem hätte es ja ein Doppeldecker sein können, zum erstenmal also in 65 Jahren, in denen ich an keinem Ostermontag die Wiederholung der tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten versäumt haben würde, wenn es sich so ergeben hätte, zum erstenmal, daß es wieder so sein könnte wie damals, als man das Innere von Flugzeugen nur aus Mickymausheftchen kannte, in denen Maharadschasöhnchen entführt wurden, als Fliegen Sterblichen nicht zugedacht war, als man sonntagmorgens Feldlerchen beim Klettern zulauschen konnte, ohne Stücker 15 Kondensstreifen die Kreuz die Quer deren Himmel zumüllen zu sehen, zum erstenmal seit damals, als Jet Set noch ein Begriff des social distancing war, heute, da die Chemtrailer sich entscheiden müßten, entlang welchen Hoaxes es denn nun gehen soll, wäre deren Denkapparat durch geschreddertes Aluminium nicht über Jahre starkem Verschleiß ausgesetzt gewesen und für komplexe Aufgabenstellungen wie aut aut oder eins plus eins nicht mehr tauglich, heute endlich, da ich mich am restentleerten Blaugewölbe über der flachsten aller Tiefebenen erfreuen und von Herzen von gestern fühlen könnte, was ist da?

Bedeckt ist’s.

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