Schlagwort: Epigonentum

Fast ein Verbrechen

ist dieser Post, weil er ein Schweigen über soviele Untaten einschließt! Andererseits schließt auch ein Gespräch über Untaten ein Schweigen über soviele andere Untaten ein. Das liegt entweder in der Natur des Gesprächs, dessen Kunst hauptsächlich im Weglassen besteht, oder aber daran, daß ich in finsteren Zeiten lebe. Ist aber so. Fast eine Untat aber Mehr …

Der Jahreswechsel

Ich hänge mit den Fingern am Saum des dahinrutschenden Jahres. Gott setzt eine neue Kartusche in den Zeitpfeil (366 days gregorian). Ich sah nicht gerne, was ich sah (2011). Ich seh’ nicht gerne, was ich sehen werde (2012). Wohl mir, wär’ mir beim Wechselgewürg’ was weniges wurschtiger. Weh mir!

Der Paradigmenwechsel

Ich sitze am Spreehafendock. Des Dampfers da drüben Hose hängt auf halb acht. Angela wechselt das Mindestlohnparadigma. Ich hab’s nicht gern, wie ich regiert wurde. Ich hab’s nicht gern, wie ich regiert werden werde. Warum beißt mich beim Betrachten des Wechsels der Nervenwurm?

Der Ölwechsel

Ich sitze auf abschüssiger Wartebank, auf Knien den Spiegel. Der Barbier wechselt dem Kopf vor mir das Gel. Ich bin nicht gerne, der ich war (Quastel). Ich bin nicht gerne, der ich sein werde (Quastel). Warum berutsche ich das Bankleder mit Ungeduld?

Der Lokwechsel

Ich sitze am Bahnsteig, im Rucksack die Ungeduld. Der -führer wechselt die Lok. Ich bin nicht gern, wo ich herkomme (Wagen 8, Platz 32). Ich bin nicht gern, wo ich hingehe (Wagen 8, Platz 32). Warum schaue ich der Lok mit Weh- mut hinterher?

Der Wildwechsel

Ich sitze am Waldhang, zwei Hunde zu Füßen. Der dritte lebt seinem Jagdtrieb im Niederholz. Ich bin nicht gern, wo ich herkomme (Käsdorf). Ich bin nicht gern, wo ich hingehe (Käsdorf). Warum erwarte ich die Rückkehr der Tewe mit Ungeduld?