12. Januar 2010 um 17:35
Wenn der Rüttgers es bis 2012 schafft, könnte man das ganze auch “Unsozialgesetz 2012″, kurz “Uso12″ nennen. Damit bekommt man gleich auch die passende Medizin gegen die Risiken und Nebenwirkungen empfohlen.
Neu bei Faller: Unterirdischer Haltepunkt Hintertupfingen
Die Firma Faller hat sich entschlossen, nunmehr auch mit der Zeit zu gehen und den Großteil ihrer Bahnhöfe unter die Eisenbahnplatte zu verlegen.
Den Anfang macht in diesem Herbst der beliebte Haltepunkt Hintertupfingen (H0). Modelleisenbahner in aller Welt wollen ihren Ohren nicht trauen und statt dessen wissen, was "denn der Scheiß soll"?
Bahnchef Grube begrüßt den Plan: "Ich bin davon überzeugt, daß es richtig ist, Hintertupfingen zu versenken", sagt er, "die Bahn braucht dieses Projekt." Faller hat unterdes ein Gutachten in Auftrag gegeben, das herausfinden soll, ob der Scheiß was soll und was.
Rechtzeitig zu Beginn des Weihnachtsgeschäftes soll es fertig sein und dann der Kundschaft vorenthalten werden.
ICE-Strecke Stuttgart-Ulm wird teuer
Teurer als gedacht wird die ICE-Strecke Stuttgart-Ulm-Biberach-Meckebeuren-Durlesbach, und zwar um 865 Mio. Euro. Insgesamt kostet das Projekt damit jetzt 2,9 Milliarden. Zahlt alles der Bund, wie Bahnchef Grube gestern gut gelaunt mitteilte.
Ein Grund für die Kostensteigerung bei der Neubaustrecke sei die Verlängerung bis Durlesbach (ursprünglich war nur das Teilstück bis Ulm geplant), der Rest geht drauf für Klimaanlagen, die tatsächlich funktionieren, sowie die Montage von Haken am hinteren Ende der Züge, an denen man Ziegen anbinden kann.
Und der Stuttgarter Hauptbahnhof ("Stuttgart 21") wird auch gleich teurer
Aus 2,6 Milliarden wurden hier 4,1. Zahlt auch alles der Bund, dochdoch. Hier ergeben sich die Mehrkosten zum einen aus richtigem Rechnen, was vorher versäumt worden war, zum anderen aus den Kosten, die das richtige Rechnen selbst verursacht hat. Sowas ist ja nicht billig. Das konnte man aber billigerweise vorher nicht wissen, denn wer rechnet schon damit, daß falsch gerechnet wird, und daß man dann noch mal wird nachrechnen müssen?
Zum dritten und vierten ergeben sich die Mehrkosten aus der Verlängerung der Bahnsteige auf 411 m, an denen auch ICE-Züge halten können (hatte man nicht dran gedacht), sowie dem Bau von Ziegenverladerampen am Ende der Bahnsteige.
ICE: Klimaanlagen funktionstauglich bis 32°C - Bahn überrascht
Das hätte er selbst nicht gedacht, sagt Bahnsprecher Kornmann, das sei doch ein recht respektabler und ordentlicher Wert.
"Ich hatte mit Rüdiger [Grube, Anm. d. Red.] gewettet, daß sie keine 30°C schaffen würde. Er meinte, die 30 schafft sie locker, aber ich habe ihre Grenze so bei 28, 29°C vermutet. Aber zwei-und-drei-ßig, in Ziffern 32°C? Das überrascht mich jetzt wirklich."
Kornmann schuldet Grube nun eine Flasche [gekühlten] Prosecco.
Unterdessen hat die Bahn Kontakt zum Hersteller Siemens aufgenommen, um zu klären, wie es zu einer so verschwenderischen Überdimensionierung kommen konnte, und ob diese, was man nicht hoffen wolle, der Bahn gar in Rechnung gestellt worden sei.
Siemens: Milliardengeschäft auf der Kippe
Die Russischen Staatsbahnen verlangen kurz vor dem Vorvertrag über 220 Regionalzüge plötzlich funktionierende Klimaanlagen in besagten Zügen. Siemens: "Woher sollen wir die denn nehmen?"
"Und was, wenn man mal neugierig sein darf, ist das, eine funktionierende Klimaanlage? Ist das sowas wie ein - jetzt mal bildlich gesprochen - funktionierender Schneeschieber? Natürlich funktioniert so ein Schneeschieber bis zu Schneehöhen, von, sagen wir mal, 20, 25 cm ganz ausgezeichnet. Vielleicht auch noch bei 30 cm, wenn es lockerer Schnee ist. aber bei 1 m 50 Schnee funktioniert Ihnen kein Schneeschieber mehr."
"Und was wir momentan in den ICEs haben, das ist - wiederum bildlich gesprochen - 1 m 50 Schnee. In Form von Klima. Soviel Klima schafft Ihnen keine Klimaanlage."
"Und die Russen haben, wenn das stimmt, was mein Opa mir immer erzählt hat, noch ganz anderes Klima als wir. Die hätten sich ihr Klima sogar als Kriegswaffe patentieren lassen, sagte Opa Ernst. Das gäbe das deutsche Patentrecht gar nicht her."
"Und ausgerechnet die wollen jetzt Klimaanlagen von uns?!"
Bahn will Plätze in klimatisierten Wagons versteigern
Nach der Bundesregierung, die gerade laut überlegt hat, längere AKW-Laufzeiten zu versteigern, sei es, um die Kohle sicher abzugreifen, sei es, um die Öffentlichkeit den Sommer über mit irgendeinem Unfug zu beschäftigen, will nun auch die Deutsche Bahn auf diesen Zug springen.
Von einem interessanten Vorschlag, „der eine ernsthafte Prüfung verdient“, sprach jetzt der Referatsleiter für interessante Vorschläge, die ernsthafte Prüfung verdienen, Ernst Hafte-Prüfung. Sitzplätze in klimatisierten Wagons seien eine knappe Ressource, sagte Hafte-Prüfung. Sie auch wie eine knappe Ressource zu behandeln, heiße nicht nur, die Realität anzuerkennen und ihr Gerechtigkeit angedeihen zu lassen, sondern sei letztlich auch im Sinne der Fahrgäste, die, "machen wir uns nichts vor, für den ganzen Bruch hier berappen."
Mit dem eingenommenen Geld könne man Mineralwasser anschaffen, um es in den überhitzten Wagons an die dehydrierten Fahrgäste zu versteigern.
Klimaanlagendysfunktion keine Folge von Sparsamkeit
Einem Bericht des Handelsblattes zufolge handelt es sich bei den technischen Problemen der Bahn nicht um Folgen eines zugunsten des Börsengang kurz und klein gesparten Wartungsbudgets.
Die Zeitung zitiert einen "Banker, der sich mit dem Thema Börsengang befasst hatte" mit den Worten: "'Die [die Bahn, Anm. d. Red.] haben noch viel Fett [gemeint ist Geld, Anm. d. Red.] auf den Rippen [redensartlich für »auf der hohen Kante«, Anm. d. Red.].'"
Sehr viel wahrscheinlicher sei, daß die Bahn die Klimaanlagen aus Bosheit abschalte.
Bahn hat Hin und Her satt
Der Deutschen Bahn steht nach eigenem Bekunden das "Hüh", bzw. das "Hott", bzw. den ständigen Wechsel zwischen "Hüh" und "Hott" der Fahrgäste - Zitat - "bis hier!"
Als wenn es nicht schon genug wäre, daß die Züge ständig hin und her führen, nein, es müsse sich partout auch der Kunde als einer erweisen, der nicht wisse, was er wolle.
"Was denn jetzt: Börsengang? Oder Fahrgastbeförderung? - Bis eben sollte es noch der Börsengang sein. Jetzt will er auf einmal funktionierende Klimaanlagen. Im Sommer!"
"Da paßt doch was nicht zusammen."
Aber was wolle man erwarten: an ein und demselben Tag führen die einen von Berlin nach Düsseldorf, die anderen von Düsseldorf nach Berlin. Anstatt sich mal zu entscheiden.
Zitat: "Hallo?! Merken die noch was?"
Bahn: Pünktlichkeitsquote nach wie vor hoch
Die Deutsche Bahn weist darauf hin, daß unter den hitzebedingten technischen Ausfällen (Klimaanlage, Lüftung, Deutsche Bahn u.ä.) die Pünktlichkeit der ICE- und IC-Züge nicht gelitten hat.
Nach wie vor erreichten 94% der Züge den rettenden Bahnhof, bevor bei den Fahrgästen das Bluteiweiß zu klumpen beginne.
Ausnahmen
Bei den drei ICE-Zügen, deren Klimaanlage am Samstag ausgefallen ist, handelt es sich, dem Sprecher der Bahn, Jürgen Kornmann, zu folgen, um bedauerliche Ausnahmen. Klimaanlagen fielen nicht aus, nicht bei der Bahn. Warum sollten sie? Das könne praktisch nicht vorkommen, von bedauerlichen Ausnahmen abgesehen.
Bei den drei Hirschen, von denen am Samstag bekannt wurde, daß sie in den Wald geschissen haben, handelt es sich, so Kornmann weiter, ebenfalls um Ausnahmen, die die Bahn in jedem Einzelfall bedaure. Normalerweise komme das nicht vor. Bahnchef Gruber werde sich telefonisch bei den Eigentümern des Waldes entschuldigen und ihnen eine Entschädigung anbieten.
Für die drei Päpste, die am Samstag getauft und in die katholische Kirche aufgenommen wurden, lehnt die Bahn hingegen die Zuständigkeit ab. Die Bahn, sagte Sprecher Kornmann, sei ein weltanschaulich neutrales Unternehmen und habe keine Erkenntnisse darüber, wieviele ihrer Fahrgäste Papst und wieviele dieser Päpste katholisch seien.
Der unbekannte Zugführer
des ICE Hans Huckebein, der gestern aus - wir zitieren die Lautsprecherdurchsage an Gleis 1 - "unbekannten Gründen nicht gehalten" hat, soll sich bitte mal bei Radagast melden.
Der Unglücksrabe von der Aufsicht an Gleis 1, der allen Ernstes behauptet hat, Hans Huckebein habe seinen Irrtum bemerkt und warte im Bahnhof F. auf uns, die wir mit dem Regionalexpreß nachkommen sollten, was aber natürlich nicht stimmte, und wie wir in F. anlandeten, einem dieser untoten Roboterbahnhöfe, auf dem das einzig Lebendige die scheppernde Lautsprecherstimme ist, die auf Fragen und Beschimpfungen nicht reagiert, da war weit und breit kein ICE, und der nächste Regionalexpreß zurück fuhr so, daß der nächste ICE zuverlässig verpaßt wurde -: dieser Unglücksrabe soll ruhig gleich mitkommen.
Dann ist es ein Aufwaschen.
Peine
Vorsicht in der Nähe der Bundesstraße 444. Dort kommt Ihnen in Ihrem Vorgarten gegebenenfalls eine Lok entgegen. Bitte überholen Sie nicht und fahren Sie äußerst vorsichtig. Die Polizei weist darauf hin, daß - anders als bei Fallobst - Lokomotiven nicht automatisch in den Besitz dessen übergehen, in dessen Garten sie fallen.
A40 Essen Richtung Dortmund
Zwischen den Anschlußstellen Gelsenkirchen-Süd und Bochum-Wattenscheid-West hat sich die Erde aufgetan und sich angeschickt, Alles zu verschlingen. In der Gegenrichtung kommt es aufgrund zahlreicher Schaulustiger zum Stau. Die Polizei fordert alle Autofahrer auf, zügig an der Apokalypse vorbei zu fahren. Ortskundige sollten den Bereich Ruhrgebiet großräumig umfahren.
Kreis Stormarn
Wegen des gestrigen gemeinsamen Betriebsausfluges von Polizei und Feuerwehr sind die Notrufnummern 110 und 112 heute morgen nicht bzw. nicht qualifiziert besetzt und nur sporadisch zu erreichen. Im Bedarfsfall sehen Sie bitte selber zu, wie Sie klarkommen.
A7 Hamburg Richtung Hannover
Die beiden LKW mit Trockenerbsen, die sich seit der Raststätte Seevetal um die Überholspur streiten, haben den Kampf verloren und sind umgefallen. Die Polizei bittet die Autofahrer in der Nähe der Unfallstelle, anzuhalten, vorsichtig anzuhalten, "wenn das geht", aber nicht auszusteigen. "Man legt sich derartig auf die Fresse, das glaubt man nicht!" Hausfrauen aus Dorfmark und Bad Fallingbostel werden gebeten, mit Staubsaugern zur Autobahn zu kommen und genügend Beutel mitzubringen. Strom legt das THW.
Frage:
Kann man mit Seitenscheitel und Fliege Regierungssprecher werden?
Antwort:
Mit Seitenscheitel können sie zur Zeit Alles werden, und die Fliege stört jedenfalls nicht.
Aber was heißt denn eigentlich Regierungssprecher werden? Ich denke der Seibert ist schon beim ZDF?
Frage:
Ist es ok, für freie Handelswege Kriege zu führen?
Antwort:
Wofür würden Sie denn Kriege führen wollen? Dafür, daß Mädchen zur Schule gehen dürfen? Ist ja goldig!
Frage:
Antwort: Nein!
Aber Sie wissen doch noch gar nicht ...
Doch!
... was ich fragen wollte.
Was wollten Sie denn fragen?
Ich wollte fragen ...
Ist nicht!
Geht ...
Nein.
... Seitenscheitel?
Vergessen Sie's!
Ich dachte nur ...
Lassen Sie's sein!
... wird ja viel getragen, heute.
Das hört auch wieder auf.
Auch nicht so zwischendurch mal?
Auch nicht.
Gar nicht?
Gar nicht.
Na dann ...
Heh!
Ja?
Keine Tricks!
Frage:
Ist es denn wenigstens ok, wenn die Unterhose oben ein Stück rausguckt?
Antwort: Tja, man muß es wohl hinnehmen.
Frage:
Antwort: Bevor Sie jetzt groß fragen: Pickel zur roten Krawatte gehen nicht.
Wie man weiß, hat P.G. Wodehouse es für unvorteilhaft erklärt.
Frage:
Darf man nach 6 Uhr abends FDP wählen?
Antwort: Nein!
Wie der Engländer sagt: After six no brown.
Frage:
Brown?
Antwort: After six no fucking yellow either!
Außerdem schließen die Wahllokale um sechs.
Frage:
Kann man eigentlich nach Ausschwitz noch In-Out-Listen schreiben?
Antwort: Dies ist keine In-Out-Liste. In-Out-Listen sind out. Wie schweinchenrosa Ballonseidenanzüge.
Die sind auch out.
Dies ist ein Knigge. Dies ist der Versuch, dem Menschen den Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu versüßen.
Gott läßt gute Gelegenheit verstreichen
Nachdem er sich schon bei der Loveparade als halbherzig und nur wenig entschlossen präsentierte und nur einen Teil der Sünder zerstampfte, läßt Gott am heutigen Mittwoch gleich zwei gute Gelegenheiten, dem Spuk ein Ende zu setzen, verstreichen.
Oder besser: vorübersausen. Die von Gott selbst erlassenen Gesetze der Astrophysik lassen die beiden Asteroiden 2010 RX30 und 2010 RF12 der Erde zwar nahe kommen, aber nicht so nah, daß sie ensthaften Schaden anrichten könnten. 2010 RX30 wird in 248.000 Kilometern an der Erde vorüberschwirren, 2010 RF12 in 78.000 Kilometern Entfernung. Für beide gilt das - ebenfalls von Gott erlassene - logische Gesetz: Knapp daneben ist auch vorbei.
Man wird weiter zuwarten müssen, um zu erfahren, was er mit uns vor hat. Leider bedeutet das aber auch, daß die unsägliche sog. Integrationsdebatte vorerst weiter gehen wird.
Philipp Rösler warnt Hausärzte vor Philipp Rösler
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat die Hausärzte Deutschlands eindringlich vor Philipp Rösler gewarnt. Philipp Rösler werde, wenn er erst Bundesgesundheitsminister sein werde, sich auf dem Rücken der Hausärzteschaft profilieren. Dann werde es ein Ende haben mit der Fettlebe auf Kosten der Fachärzte. Philipp Rösler werde es auch nicht dulden, daß die Hausärzte in diesem Fall ihre Proteste dagegen auf dem Rücken der Patienten austragen würden. Philipp Rösler werde im Gegenteil dann eindringlich davor warnen, dies zu tun, und werde darauf hinweisen, daß die Patienten kein Verständnis dafür haben werden würden, als Hebel für Proteste gegen Philipp Rösler betrachtet zu werden.
Philipp Rösler versicherte, er habe nichts gegen Patienten und deren Hausärzte, einige seiner besten Freunde seien Patienten oder Hausärzte oder sogar beides. Wenn die Hausärzte aber meinten, unter einem Gesundheitsminister Philipp Rösler nicht mehr genug zu verdienen, und mehr Netto vom Brutto haben wollten, dann empfehle er ihnen, beim nächsten Mal doch einfach FDP zu wählen.
Pursuit of happiness
Pelecanus Fuscus, ein Pelikan aus Louisiana, der vor Gericht gegen die Ölpest in seinem Haus geklagt hatte, die ihn, seine Frau, seine beiden Kinder und den Dackel Dagobert seit Wochen mit klebriger schwarzer stinkender und noch dazu giftiger Schmiere überzieht, die ihm das Gefieder verklebt, die Luftwege verstopft, die Speiseröhre verätzt, seine Nahrung verdirbt, die Möbel ruiniert, ihm den Lebensmut raubt und den Horizont verdüstert, und der in erster Instanz abgewiesen worden war, ist auch vor der Berufungsinstanz gescheitert.
Das Gericht in New Orleans sah das Streben des Pelikans nach Leben, Freiheit und Glück als nicht ausreichend begründet und zu umfassend an. Er habe nicht glaubhaft darstellen können, daß die pappige Plempe für ihn und seine Angehörigen die Gefahr eines irreparablen Schadens darstelle. Es bleibt daher dabei, daß vorerst weiter jede Menge Barrell, Galonen und Flüssigunzen in sein Haus und in den Golf von Mexiko gepumpt werden dürfen.
Kurz nachdem er, traurig und mutlos, wieder zuhause angekommen war, flatterte ihm eine Rechnung des Gerichts über Reinigungskosten in Höhe von 987 Dollar und 65 Cent ins Haus, wo sie am Briefkasten kleben blieb.
Krawattenmann enttäuscht
Krawattenmann, haushoher Favorit beim Gerangel um den Titel "Verdienter Krawattenträger des Volkes" hat im ersten Wahlgang kläglich versagt. Die Krawatte seines Herausforderers Behördenmann ("Gott vergibt, Behördenmann vergibt nie") war deutlich herausfordender als die seine. Nicht nur war sie auffälliger, war sie gestreifter, nein, sie war auch schräger gestreift, knotiger geknotet, insgesamt krawattiger und nicht nur oranger als Krawattenmanns, der eine Blaue trug, sondern in ihrer Orangeheit orangerer als dessen Blaue in ihrer Bläue blau.
Das hätte einem Profi nicht passieren dürfen. Die Ringrichter vergalten es mit miesen Haltungsnoten und schickten beide zurück in den Ring.
Erneut Blindgänger gefunden
Zum anderen Male ist ein Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg gefunden worden, wiederum auf einem Schützenplatz, und zwar diesmal auf dem in Käsdorf.
Der Blindgänger, der in den letzten Kriegstagen geboren worden und 1977 in die FDP eingetreten war, war beim legendären Gelage auf dem Schützenfest im Jahr 1982 zum letzten Mal gesehen worden. Jenes Gelage hatte am Pfingstsamstag begonnen und war non stop bis zum dritten Sonntag nach Trinitatis weitergegangen, an dem es offiziell für tot erklärt wurde, nachdem für mehr als sechs Stunden kein Teilnehmer mehr nach etwas Trinkbarem verlangt hatte.
Anscheinend war der Mann vor dem Feldschlößchen Bierwagen in die Matsche getrampelt worden, als er dort um drei Bier, ein Alster, 4 Kurze und Streichhölzer anstand. Vermißt hatte man ihn zwar, doch war allgemein angenommen worden, er sei "in die Politik gegangen". Nun wurde er bei Grabungen hinter dem Altpapiercontainer wiedergefunden.
Nachdem er notdürftig gereinigt und ausgeklopft worden war, beklagte er das Schicksal des Mittelstandes, der in Deutschland komplett vergessen werde, obwohl er allein die Last der Welt auf seinen Schultern trage, und verlangte Steuersenkungen, sowie - "jetzt endlich!" - drei Bier, ein Alster, vier Kurze und Streichhölzer.
Mixa macht munter weiter
Walter Mixa, dem aus Funk und Fernsehen bekannten Bischof mit dem Bommelhut, ist sein Rücktritt vom Bischofsamt nach eigenen Angaben "beim besten Willen immer noch nicht erinnerlich". Es tue ihm zwar leid, daß er den "Beratern" und "Mitarbeitern" mit denen er, rein akademisch, über die Möglichkeit von Bischofsrücktritten diskutiert habe, nicht sofort links und rechts ein paar runtergehauen habe, wie er es als junger Pfarrer mit wehrlosen Waisenkindern gemacht habe, aber an ein Rücktrittsgesuch oder seine Unterschrift darunter entsinne er sich nicht.
Deshalb wolle er auch nicht aus dem Bischofspalast ausziehen, sondern denen, die ihn etwa zum Auszug drängen oder gar nötigen wollten, ohne viel Federlesens rechts und links ein paar runterhauen.
Auch seinen "Kollegen" Marx und Zollitsch, wolle er, wenn sie sich nicht augenblicklich brüderlicher benähmen, links und rechts ein paar runterhauen. Auch seinem Generalvikar und seinen Weihbischöfen wolle er links und rechts ein paar runterhauen. Und, wenn er im Juli zum Papst fahren werde, um ihm persönlich seine Sicht der Dinge zu erläutern, wolle er auch dem rechts und links ein paar runterhauen.
Dann haute er den Journalisten, die ihn interviewt hatte, rechts und links ein paar runter und verließ mopsfidel und kregel das Bischofspalais, um sich ein wenig im Bistum herumzutreiben.
Von BP lernen heißt siegen lernen
Die Beliebtheitswerte der schwarzgelben Koalition und der Kanzlerin Merkel nähern sich im Sinkflug den Beliebtheitswerten von BP und BP-Chef Tony Hayward bei den Fischern der amerikanischen Südstaaten. Für Guido Westerwelle ist das ein Zuwachs, aber alle anderen Regierungsmitglieder fangen an, sich zu sorgen.
Wo allerdings Gefahr quillt, sprudelt das Rettende auch. Angela Merkel, jung, modern, fortschrittlich, kann SMSse tippen, was hierblogs niemand schafft, hat, nach dem Vorbild von BP, Suchergebnisse bei Google eingekauft. Einerseits um diejenigen, die nach Informationen über die Bundesregierung suchen, schon an der Türe abzufangen und einzusortieren und bei der Hand zu nehmen und sie gar nicht erst groß herumstolpern zu lassen, und andererseits, um diejenigen, die sich überhaupt nicht für die Bundesregierung interessieren, schon auf dem Bürgersteig zu stellen, ihnen in den Weg zu treten, sie zuzutexten und, wenn es gut geht, abzuschleppen.
So kommt es, daß, wer dieser Tage bei Google und bing Glaube, Liebe, Hoffnung eintippt, sich unversehens auf bundesregierung.de wiederfindet, und zwar dort, wo man zwischen Wildsauen und Gurkentruppen der Nächstenliebe pflegt. Wenn er sich genug verwundert hat und probehalber die hölle öffnet ihren schlund eintippt, findet er wiederum als obersten Eintrag im Suchergebnis die Bundesregierung, diesmal mit der Seite die hölle öffnet ihren schlund.
Nein, sorry, die Seite heißt: Das Bundeskabinett stellt sich vor.
Konsequent
Da die SPD in NRW vor Kraft kaum noch laufen kann, hat sie jetzt beschlossen, es sein zu lassen. Während einer Übergangszeit will sie es mit "auf-der-Stelle-treten" probieren, strebt aber langfristig den völligen Stillstand an.
Die Linke, die das nicht für verwunderlich hält, sagt dazu, daß sie sich darüber nicht wundere. Die SPD habe schon immer, dafür sei sie sogar notorisch - viele linke Kabarettisten, berühmte Namen darunter, wie zum Beispiel der Dings, der eine da, wie heiße er gleich, der heiße so ähnlich wie der andere, aber anders, unsterbliche Namen, wie gesagt, und unvergessliche Kabarettprogramme: das hätten die damals schon gewußt, und in jedem Programm vorgetragen, und zwar einer wie der andere, alle hätten sie stets den gleichen Gag gebracht, nämlich, wie sei das noch gegangen? Also die SPD, die hätte nämlich rechts geblinkt, aber dann wäre sie links, nein, anders, links geblinkt und dann - nein, eher doch rechts geblinkt, und dann - jedenfalls hätte die SPD ganz anders geblinkt, als sie dann abgebogen wäre, und das Publikum hätte sich vor Lachen stets auskübeln mögen.
Das sei ja aber auch lustig gewesen. Und es sei stets aufs Neue lustig gewesen. Abend für Abend. Es habe auch nie eine Variation geben dürfen, wie zum Beispiel, die SPD habe links ein Äugsken gekniffen und dann rechts gefummelt, wie sie es jetzt in NRW gemacht habe. Das würde das Publikum nicht goutiert haben. Das Publikum hätte den Blinker verlangt.
Fakt jedenfalls, das habe man damit sagen wollen, sei, daß die SPD bei der Probe stets anders tröte, als dann im Konzert. Weswegen man über diesen Kraft-Akt, überhaupt gar nichts mehr zu tun, weder regieren noch opponieren, weder blinken noch abbiegen, weder Äugsken kneifen noch fummeln geschweige denn mal irgendwo zu Potte zu kommen, daß man darüber ganz und gar nicht verwundert sei.
Das sei nur konsequent.
Karstadt: Gläubigerversammlung verlängert Bieterfrist
In der Hoffnung auf ein besseres Angebot will der Gläubigerausschuß einem Zeitungsbericht zufolge die Frist erneut verlängern. Man hoffe auf einen potenten Bieter, einen weißen Ritter und die US-Kavallerie, sagte ein Gäubiger dem Käsdorfer Metropolitan (KM).
Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es sich bei diesem um den Taiwanesischen Konzern Foxconn handeln. Sollten sich diese Gerüchte bestätigen, bekäme das Wort von den "Opfern", die die Bieter der Belegschaft abverlangen wollen, einen ganz neuen Klang.
Zensusgesetz 2011
Klammer Haushalt machts möglich: die Volkszählung 2011 fällt spät, aber immerhin, der Wirtschaftskrise zum Opfer.
Finanzminister Schäuble: "Wir bekommen die Daten, die wir brauchen, zu einem Bruchteil des Preises, den eine selbstorganisierte Volkszählung, und sei sie noch so effizient organisiert, uns kosten würde, bei Facebook. Und noch einiges mehr. Wir müßten mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wollten wir ein solches Angebot nicht annehmen. Tatsächlich sind wir mit dem Klammerbeutel gepudert worden, aber das ist eine andere Geschichte. Außerdem sind wir nicht so heftig mit dem Klammerbeutel gepudert worden, daß wir hingingen und Studenten anheuerten oder Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes freistellten, nur damit diese bei Wind und Wetter bis zu dreimal vergeblich zu jeder Adresse laufen, die wir aus dem Melderegister haben, und die vermutlich nicht einmal mehr stimmt."
"Die Facebook-Daten sind doch viel aktueller. Und präziser. Das Wasser läuft einem altgedienten Innenminister, der sich immer noch aus Anhänglichkeit so ein bißchen für Polizei und Geheimdienste verantwortlich fühlt, im Munde zusammen, wenn er sich vorstellt, was er da alles über seine Bürger erfahren und abgreifen kann."
"Noch wünschenswerter wäre es freilich, wenn Facebook auf der Startseite einen Button 'Save Facebook as ...' anbieten würde. Das würde die Sache noch einmal stark vereinfachen. Und verbilligen."
"Aber da spricht natürlich wieder der Finanzminister aus mir, der die Staatsgroschen beisammen halten muß. Es ist auch so schon beeindruckend, was man dort für sein Geld bekommt."
"Und was die Leute alles hergeben! Als wären sie alle mit dem Klammerbeutel gepudert."
Rüttgers kann sich vorstellen, seine Gesprächshonorare (20 000 €) in Zukunft mit Hannelore Kraft zu teilen.
Allerdings müsse er ein bißchen mehr kriegen als Kraft, weil er der Wahlsieger sei und 3 976 Stimmen mehr habe. Gerechterweise müsse das Geld so aufgeteilt werden, daß er 10 006,67 € kriege und Kraft das, was übrigbleibe, wenn man 10 006,67 € von 20 000 € abziehe, und das müßten dann so ungefähr - knapp 10 000 € sein. Über den Daumen.
Kraft äußerte sich zu dem Thema zunächst nicht. Es gehe, sagte sie - mehrfach - nicht um Posten. Es gehe auch nicht um Pöstchen, es gehe nicht um Eurochen und Centchen, sonden um Inhalte. Es gehe um die Frage, ob die CDU zu einem grundlegenden Politikwechselchen bereit sei. Dies wolle man jetzt in Sondierungsgesprächen klären.
Rüttgers sagte in einer kurzen Erklärung vor der Staatskanzlei: "Wir stehen für Gespräche zur Verfügung. Ich glaube, daß es auch eine sehr, sehr gute Chance gibt, stabile Verhältnisse zu schaffen."
Ob diese Gespräche kostenlos zu haben sein werden, ließ Rüttgers offen. Kenner der Materie (Germanistenfuzzi) argwöhnen, daß wir alle einen hohen Preis dafür werden zahlen müssen.
Himmelfahrt 2010
München. - Margot Käßmann ist, kaum wieder da, wieder weg. Von den Ausdünstungen tausender Anhängerinnen und Anhänger, die sich um sie herum drängten, ward sie aufgehoben zusehends und eine Wolke aus heißer Luft nahm sie auf vor ihren Augen weg.
Am Tag zuvor noch hatte Käßmann ihr neues Buch vorgestellt, in der völlig überfüllten Messehalle fünf Brote und zwei Fische geteilt und die Presse in einen Aufruhr versetzt wie vor ihr zuletzt die Rolling Stones in Münster, 1965. Nein falsch, damals ging es vergleichsweise gesittet zu.
Als nächstes hatte Käßmann sich vierzig Tage lang in die Wüste zurückziehen und ihre Erfahrungen und Anfechtungen in einem Blog festhalten wollen. Im Herbst wäre sie in den USA erwartet worden, wo sie eine Gastdozentur an der Jimmy Swaggart Universität für charismatische Runderneuerung und Massenhysterisation hätte annehmen sollen.
Ob Gott ein Einsehen und Mitleid mit den Amerikanern hatte, oder ob, wenn sich die Begeisterungsschwaden des Münchner Kirchentages verzogen haben werden, Käßmann wieder runterfallen wird, ist nicht bekannt. Auch nicht bekannt ist, zu wessen Rechter sie momentan sitzt.
Bagatellkündigungen: Arbeitsgericht zieht Grenze bei 80 Cent
Ein Sportartikelhersteller aus Pfullingen kann seine Kündigung wg. 80 Cent nicht zur Teilnahme am Wettbewerb um die beste Bagatellkündigung 2010 einreichen. Das entschied das Arbeitsgericht Reutlingen.
Dem Urteil zufolge handelt es sich nur bei Kündigungen wg. Kleinigkeiten im Wert von maximal 79 Cent um Bagatellkündigungen im Sinne des Wettbewerbs. Bei Werten ab 80 Cent handele es sich hingegen um echte Kündigungen, deren Teilnahme am Wettbewerb ausgeschlossen sei.
Der Preis "Teewurst Caritas Eßt" war im Jahr 2009 von der Caritas Hannover gestiftet worden, um den Gedanken der Bagatellkündigung im öffentlichen Bewußtsein besser zu verankern, Unternehmen zur Anwendung zu ermutigen, und innovative Kündigungsbegründungen zu belobigen.
Die Firma aus Pfullingen hatte einem Angestellten fristlos gekündigt, nachdem der seine Lebensgefährtin in die Betriebskantine eingeladen und bei der Begleichung der Rechnung eine Wertmarke in Höhe besagter 80 Cent zum Einsatz gebracht hatte; eine Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zwischen ihm und dem Arbeitgeber, die ihresgleichen unter der Sonne nicht hat, soviel gab das Gericht zu.
Bloß leider um einen Cent zu hoch.
Die Firma überlegt nun, den Nennwert der Marken um einen Cent zu senken, oder aber den Zuschuß an das betrügerische Angestelltenpack komplett zu streichen.
Nachtrag (12.5.2010): Das stimmt so nicht. Die Firma überlegt vielmehr, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.
Pinkwarts Bedingungen für flotten Dreier
Pinky Pinkwart, der Zwerghahn von der FDP, hat seine beiden Hennen (SPD & Grüne) zu sich gerufen und ihnen mitgeteilt, was sie in einer Ehe mit ihm zu beachten haben, wenn anders sie von ihm getreten werden wollen.
Demnach gilt: Keine Gespräche mit der Linken! Um zehn Uhr Licht aus! Handy abgeben! Hände auf die Bettdecke! Gar nicht erst an die Linke denken!
Pinky wird morgens die Unterhosen kontrollieren, und wenn er irgendwelche Spuren darin findet, die darauf schließen lassen, daß sie von der Linken geträumt haben, dann setzt es was.
Der Generalsekretär der nordrhein-westfälischen SPD, Michael Groschek, lobte Pinky für seine großzügige Haltung. Die SPD habe diesen Großmut nicht verdient, Groschek habe solchen Großmut nicht erwartet, Groschek sei Pinky dafür „sehr dankbar“.
Etwas zurechnungsfähiger zeigte sich die Spitzenkandidatin der Grünen, Sylvia Löhrmann. "Was ist denn Pinky, hmh? Was hat denn mein kleiner Gickel? Langweilst du dich? Willst du nicht in den Hof gehen und Würmer picken?"
"Schau mal, Mami hat jetzt grad gar keine Zeit, Mami muß Sondierungsgespräche führen und die Koalition vorbereiten. Sei ein braver Hahn und scharr ein bißchen im Sand. Du kannst auch krähen, wenn du möchtest."
Regierungsbildung
Jürgen Rüttgers, der Roland Koch Nordrhein-Westpfahlens, hat es abgelehnt, Berichte des Käsdorfer Metropolitans (KM), nach denen er, Rüttgers, sich Sondierungsgespräche mit den anderen im neuen Landtag von NRW vertretenen Parteien mit je 20 000 Euro honorieren lassen will, zu dementieren.
Ein Sprecher der Staatskanzlei - "Staatskanzlei? Wie Staatskanzlei? Echt? Ist das hier die Staatskanzlei? Was? Nein, wieso, ich dachte, das hier wär die Parteizentrale? Was? Nicht Parteizentrale? Staatskanzlei?" - oder der Parteizentrale, ist ja egal, gab aber zu verstehen, daß Jürgen Rüttgers jederzeit zu einem privaten Treffen bereit sei, bei dem dann auch ein Dementi zum Gesamtpaket gehören könnte. Über die Einzelheiten - wann? wo? wieviel? - unterhalte man sich vielleicht besser unter vier Augen, und nicht gerade hier im Blog.
So wahr ihr Gott helfe
Mit einem Kuß auf das Pektorale des Bischofsvikars Jantzen, der während der Sedisvakanz die Geschäfte Gottes in Niedersachsen führt, hat sich die neue niedersächsische Integrationsministerin Aygül Özkan nach Niedersachsen integriert.
Frau Özkan hatte neulich dem Focus ein Interview gegeben, selbst schuld, und war daraufhin heftig kritisiert worden. Der gemeine Niedersachse, der gemeinhin etwa so fromm ist wie ein Rübenacker, kann sehr gemein werden, wenn einer, der nicht von hier ist, etwas gegen die Kirche sagt, in die den Niedersachsen keine zehn Kaltblütler gezogen kriegten, oder gegen deren Symbole, die er ohne Vorsagen nicht benennen könnte.
Er selbst darf das.
Schließlich war der Krakehl so laut, daß Jantzen nicht anders konnte, als den Kirchenbann gegen Özkan zu schleudern. Nach dem Konkordat zwischen der niedersächsischen Staatskirche und der CDU-Fraktion im Landtag, blieb Herzog Wulff nichts anderes übrig, als dem Inderdikt die Reichsacht hinzuzufügen.
Mit dem Kuß auf das Kreuz nahm Özkan die Kirchenbuße an. Sie bat die CDU-Fraktion im Landtag um Verzeihung, stiftete ein Kloster, verpflichtete sich zu Tributzahlungen von 30 Zentnern Silber im Jahr und durfte anschließend Ministerin werden.
Auf Leibstrafen und andere Gnadenmittel wurde mit Rücksicht auf das Ausland, in dem z.T. schon 21. Jahrhundert ist, verzichtet.
Gesundheitskarte
Die von Patienten sehnsüchtig erwartete Gesundheitskarte soll jetzt doch nicht kommen. Ärzte, Kliniken und Apotheker haben sich geeinigt, das Wunderkärtchen nur noch in einer stark abgespeckten Version einzuführen. Umstrittene Funktionen, wie automatische Platzreservierung im Wartezimmer, Analyse des Morgenurins, Abbuchung der Praxisgebühr, Blutwäsche und Stimulation des Herzmuskels sollen vorerst nicht implementiert werden. Gestrichen wird vor allen Dingen die von allen Marktteilnehmern als "Killer App" gebrandmarkte "Long Life"-Funktion, die bewirken sollte, daß der, der die Karte stets bei sich trägt, nie mehr krank wird.
Verzichtet wird weiterhin auf das "Elektronische Rezept" und die "Elektronische Patientenakte", weil das Entwicklungskonsortium, ein Joint Venture aus Allem was da kreucht und fleucht, sich nicht in der Lage sieht, die Probleme mit der Sauklaue des behandelnden Arztes in den Griff zu kriegen. "Die Rezepte werden in Indien bearbeitet und müssen auf dem Weg dahin zweimal und auf dem Weg zurück zweimal übersetzt werden," erklärt ein Sprecher des Konsortiums. "Was glauben Sie, was da letztlich in den Apotheken ankommt? Wir haben uns schon kaputt gelacht."
Die elektronische Patientenakte könnte ganz entfallen, wenn Google seinen angekündigten Dienst "Google Health" aufgenommen hat. Google will dafür hauptsächlich Foren, Blogs und das Bestellverhalten in Online-Apotheken auswerten. "Das ist präziser als vieles, was in den Praxen vorliegt und dort nicht gelesen wird," sagt ein Google-Sprecher, "Sie würden sich wundern."
"Haben Sie Ihr Marcumar schon genommen?"
Socken
Google ortet auf seinen Photosafaris nicht nur WLANs, sondern hat auch ein hochempfindliches Instrumentarioum zur Dufterkennung und Duftcodierung an Bord. Mit den hierdurch gewonnenen Daten soll in Verbindung mit Google Maps und den WLAN-Daten eine einzigartige und bislang nicht vorstellbare Geruchskartierung der Welt vorgenommen werden.
Google, mittlerweile gewohnt, alles, was es tut, in der Öffentlichkeit verteidigen zu müssen, veröffentlichte gestern eine Rechtfertigung der Maßnahme, noch bevor diese an die Öffentlichkeit gelangt war. Eine Sprecherin von Google Deutschland, sagte, der Mehrwert etwa für einen Hauskäufer liege darin, daß er schon bei einer ersten Recherche im Internet feststellen könne, ob er seine zukünftigen Nachbarn riechen könne oder nicht.
Ein weiterer Vorteil betreffe ein ganz normales, täglich tausendfach auftretendes Ärgernis: den verschwundenen passenden Socken. Dieser könne künftig leicht über die erweiterte Google-Suche gefunden, und seine Position auf Google Maps angezeigt werden.
Im nächsten Schritt, so die Sprecherin, wolle Google Brillen und Autoschlüssel und - für Damen - auch Portemonnaies kartieren, und damit die Suche nach häufig und schmerzlich vermißten Gegenständen komfortabler zu machen.
Lindas Rache
Käsdorf. - Auf einer Pressekonferenz im Pilgrimhaus hat Greenpeace heute die genveränderte Kartoffelsorte Nightshade Warrior vorgestellt. Sie ist als Widerstandskartoffel gedacht, und soll auf Äckern zum Einsatz kommen, auf denen sonst Amflora angebaut werden würde.
Amflora ist eine für den menschlichen Verzehr ungeeignete Kartoffel, die lediglich zu Machdemonstrationszwecken angebaut wird. Essen will sie niemand, die Schweine graust's vor ihr; das einzige Produkt, was man aus ihnen herstellen kann, ist die Stärke, die man demonstriert, wenn man sie gegen den Willen und die Proteste der Nachbarn und besorgter Bürger im Freilandversuch anbaut.
Gegen diese patagonische Großgrundbesitzerkartoffel haben die Wissenschaftler bei Greenpeace die zapatistische Nightshade Warrior entwickelt. Auch sie eignet sich nicht zum Verzehr, d.h., sie würde dem, der sie etwa äße, schwer und aufstoßend im Magen liegen. Statt dessen verfügt sie über Fähigkeiten, die normalen Kartoffeln - aber auch den völlig aus der Art geschlagenen, wie jener Amflora - mit Gewalt nicht beizubiegen wären. So kann sie sich zum Beispiel im Acker festketten, Sitzblockaden und Kartoffelketten gegen Erntegeräte durchführen, Transparente an BASF-Schornsteinen anbringen, Taue von Treibnetzen kappen und friedlich im Hafen liegende französische Kriegsschiffe sprengen.
Angeboten wird sie in den Varianten fest-, vorwiegend fest-, sowie mehligkochend, und eignet sich damit sowohl als Wurfgeschoß, für Salate, als auch dazu, als Kartoffelbrei in die Tankstutzen feindlicher Traktoren geschmiert zu werden. Ihr Aussehen erinnert an den frühen Cohn-Bendit (rötliches Fleisch), bzw. den mittleren Joschka Fischer (weißfleischige Engerlingvariante).
Nashorn war Nashorn
Ein Sprecher des Augsburger Bistums hat energisch dementiert, daß es sich bei dem Nashorn, das am Samstag im Circus Krone alles kurz und klein getrampelt hat, um Bischof Mixa gehandelt habe. Der Käsdorfer Metropolitan (KM) hatte zuvor berichtet, daß Mixa, nachdem er sich auch noch mit Vorwürfen finanzieller Unregelmäßigkeiten konfrontiert sieht, die Contenance verloren und Besucher des Zirkus' in Angst und Schrecken versetzt habe.
"Langsam," so der Sprecher zu dem erwähnten Pressebericht, "langsam ist es auch mal gut!"
Der Circus Krone hat mittlerweile bestätigt, daß es sich bei dem enragierten Tier tatsächlich um den Nashornbullen Tsavo gehandelt hat, dem man allerdings eine gewisse Ähnlichkeit mit Mixa nicht absprechen könne.
Nicht geklärt ist, ob es sich bei dem Schrobenhausener Stadtpfarrer, der in den 70er und 80er Jahren im Schrobenhausener Kinderheim Angst und Schrecken unter den Bewohnern verbreitete, ebenfalls um Tsavo gehandelt hat, der sich dort unter falschem Namen die Gelegenheit zu nashornhaftem Benehmen erschlich.
Was das Tier hat ausrasten lassen, ist ebenfalls unklar. Die Tierschutzorganisation Peta vermutet, daß die Ursache die seit dreißig Jahren andauernde Ehelosigkeit Tsavos ist. Irgendwann suche sich all das schöne Testosteron halt einen Weg an die frische Luft, und wehe dem, der ihm dann zwischen die Hufe gerate.
Häßliche Autos #35
Jürgen Rüttgers, preiswerter Ministerpräsident in Nordrhein-Westpfahlen und immer zu derben Streichen aufgelegt, hat seiner Herausforderin Hannelore Kraft einen derben Streich gespielt. Auf dem Platz, auf dem normalerweise Krafts Opel Insignia steht, stand plötzlich ein gepanzerter Audi A8. Rüttgers seiner, nämlich. Dann telefonierte er mit seinem Handy die Presse herbei und zeigte mit dem Finger auf sein eigenes Auto, wobei er sich über seine Konkurrentin lustig machte.
Die hatte nämlich extra einen Opel als Dienstwagen kommen lassen, um sich den Wählern als gute Landesmutter zu präsentieren, was auch ganz gut ankam, obwohl der Insignia gar nicht in Bochum gebaut wird. Und obwohl sich jeder, der in seiner Jugend noch einen Kapitän mit Weißwandreifen hat streicheln dürfen, vor Scham verkriechen möchte, wenn er auf einem solchen Blechhaufen den Opelblitz sehen muß. Da würde man ja beinahe den A8 vorziehen.
Aber nur beinahe.
Jedenfalls: so, wie Rüttgers sich das gedacht hat, geht es natürlich nicht. Kraft nahm den Streich sportlich und machte gute Miene zum bösen Spiel.
Hintenrum aber beauftragte sie ihren Stab, sich eine hübsche Retourkutsche auszudenken. Dort ist man sich allerdings nicht einig, was den größeren Imageschaden für Rüttgers anrichten würde: ein Phaeton auf seinem Stellplatz, oder ein Nokia Handy auf der Regierungsbank.
Schröder dementiert
Gerhard Schröder, Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream Aktiengesellschaft, vormals Kanzler der Bundesrepublik Deutschland und schon damals gewohnt, alles mögliche zu dementieren, hat dementiert, daß es sich bei der Geistlichen an seiner Seite, die den Gottesdienst anläßlich der Feierstunde zum Baubeginn der Ostsee-Pipeline im russischen Wyborg gehalten hat, um die frühere Bischöfin Käßmann handelt.
Das hatte auch niemand behauptet. Nun aber, da das Dementi einmal in der Welt ist, wird schon irgendwas dran sein. Spekulationen machen die Runde: wer war die Schöne, die da in Wyborg die Predigt hielt und die ersten versenkten Rohrstücke segnete?
Die unbekannte Predigerin hatte die Pipeline ein "Symbol der Verbundenheit" genannt, das unsere "zutiefst zerrissene Welt heilen" könne, und Gott dafür gedankt, daß "hier ein neues Miteinander in Freiheit" entstehe. Mit Blick auf die von der EU geplante Konkurrenzpipeline "Nabucco" hatte sie gesagt, es gebe "auch eine Ethik des Genug", und vom Bau abgeraten.
Keine Erinnerung
Bischof Mixa hat nach eigenen Angaben keine Erinnerung an die Stöcke, mit dem er in den 70er und 80er Jahren damalige Bewohnerinnen des Schrobenhausener Kinderheimes geschlagen haben soll.
Dem Käsdorfer Metropolitan (KM) sagte Mixa: "Diese Stöcke können sich doch gar nicht mehr an mich erinnern.“ Auf die Frage, ob er selbst die Stöcke auf neuen Fotos in Zeitungen erkannt habe, fügte Mixa hinzu: "Ich erinnere mich auch nicht mehr an sie.“
Eine ehemalige Schwester des Kinderheims, die mittlerweile behutsam aus dem Dienst entfernt werden konnte, sagt dazu: "Das kennen wir, sich nicht erinnern können! Warte nur ab, bis der Herr Stadtpfarrer kommt, und dir sieben Streiche auf den Blanken zählt. Dann kommt die Erinnerung schon wieder."
Bußgeld
Gegen ein Strafgeld von 185 Millionen Dollar ist die amerikanische Börsenaufsicht bereit, dem deutschen Autobauer Daimler die verdiente Strafe für vergangene Schmiergeldzahlungen zu erlassen. Wir wollen das nicht kommentieren, aber wir wollen doch folgendes festhalten:
1. Es ist Schmiergeld gezahlt worden.
2. 185 Millionen Dollar sind eine Menge Kohle.
Ad 1: Das erklärt natürlich einiges. Das erklärt sogar allerhand. Es erklärt zum Beispiel die Absatzzahlen der S-Klasse, wenn nicht deren gesamte Existenz, die wir bislang als im Zuständigkeitsbereich der GMFU (Gesellschaft zur Mehrung und Förderung des Unerklärlichen) angesiedelt gesehen haben. Es erklärt allerdings nicht den Phaeton, den A8 und die 7er-Reihe.
Ad 2: 185 Millionen Dollar sind, wie gesagt, ein Haufen Asche. 1 Prozent davon wären immer noch ein hübsches Häufchen. Hmh.
Hier der Vorschlag: für 1,85 Millionen Dollar, ach, kommen Sie, für zwei Millionen, runde Summe, sind wir bereit, zu vergessen, daß es den Phaeton, den A8 und die 7er-Reihe gibt. Und wenn wir auf der Straße einen sehen, kucken wir woanders hin - ja bitte? Sie sind einverstanden ? Nein? Was? - - - ? - - ? - - - - Ja, das stimmt. Das ist so.
(Wir wurden gerade gefragt, was der Phaeton eigentlich in der Aufzählung verloren habe. Ob wir Audi und BMW demütigen wollten?
Wir sagten, so sei es.)
Im Porzellanladen
Der Kurztrip nach Ankara war für Angela Merkel, die seinerzeit auch den Untergang Pompejis als Chance bezeichnet und den Blick nach vorn angemahnt hatte, ein Erfolg und von Erfolg gekrönt. Zum erstenmal habe sie davon gehört, daß die Türkei selbst das Wort von einer "privilegierten Partnerschaft" nicht positiv konnotiert. Sie sei selbstverständlich davon ausgegangen, daß die Türkei, die sich seit dem Jahr 2005 in Beitrittsverhandlungen mit der EU befindet, froh und glücklich sein würde, wenn man ihr verhandlungsbegleitend den Beitrittswunsch aus- und stattdessen eine "privilegierte Partnerschaft" einzureden versuche. Froh und glücklich. Nur deswegen habe sie der Türkei immer und immer wieder eine "privilegierte Partnerschaft" angeboten. Wenn sie ja nur geahnt hätte!
In ihren Augen sei die "privilegierte Partneschaft" allerdings immer noch etwas Positives. Sie sei allerdings auch noch zur Dankbarkeit erzogen worden. Sie würde sich gefreut haben, wenn sie im abgelegten Abendkleid der großen Schwester nach Bayreuth gedurft hätte, und über die geplatzte Naht und den Fettfleck würde sie hinweggesehen haben. Und nach den Toiletten der anderen Mädchen würde sie nicht geschielt haben, sondern bescheiden und zufrieden mit dem gewesen sein, was sie hatte.
Und auch auf Staatenebene kenne sie es eigentlich nicht anders, als daß die Empfängerländer froh seien, wenn sie unsere gebrauchten Leopard 2 auftragen dürfen, denn die seien schließlich, wenn man sie einmal feucht ausbürstet, noch tadellos. Da werde auch nicht rumgemosert, nur weil das Nachbarland neuere und schönere Panzer hat. Da sei man froh und glücklich, daß man überhaupt Panzer bekommen habe, und zufrieden mit dem, was man habe. Jedenfalls, wenn man gut erzogen sei.
Wie auch immer. Um den Türken entgegen zu kommen, und mit Rücksicht auf deren möglicherweise verletzte Gefühle, habe sie Ministerpräsident Erdogan angeboten, sich dafür stark zu machen, daß in Berlin ein armenisches Gymnasium eingerichtet wird.
Only the Good Die Young
In einer Höhle in Sibirien haben Forscher den ausgestreckten Mittelfinger eines vor dreißigtausend Jahren gestorbenen Flegels entdeckt, und im Wissenschaftsblatt "Nescio" veröffentlicht. Analysen des Erbguts ergaben keine Verwandtschaft mit dem Neandertaler, dem Homo Sapiens oder Germanistenfuzzi.
"Es ist ein Stinkefinger, ob von der rechten oder linken Hand, ist schwer zu sagen," sagt das Institut für anthropologischen Evolutionismus und Gottesleugnung in Käsdorf. "Leider können wir über das Aussehen seines Trägers nur spekulieren. Abgesehen davon, daß er Freimaurer war, das linke Bein nachzog und nicht rauchte, sondern Kautabaksaft in der Höhle verspuckte, weswegen er von allen anderen Bewohnern gehaßt wurde, wissen wir so gut wie nichts über ihn."
Wahrscheinlich war er aber, der Mode jener Zeit entsprechend, ein Jäger. Oder ein Sammler. Oder ein Jäger und Sammler. Viele waren das damals, und dachten sich nichts dabei. Gut möglich aber auch, daß er ein Neoliberaler war und sich von Steuersenkungen ernährte. Das würde immerhin erklären, warum er in der Frühpubertät abkratzte.
Das Schicksal aller, die ihrer Zeit 30 000 Jahre voraus sind.
Koalitionsparteien kippen Anhörung zum Sponsoring im Bundestag
Union und FDP haben eine aktuelle Anhörung zu Sponsoring im Bundestag verhindert. Dem Vernehmen nach war der Preis, der für die Anwesenheit ihrer Politiker geboten worden war, nicht annähernd das, was sie sich vorgestellt hatten.
CDU, CSU und FDP setzten am Mittwoch mit ihrer Mehrheit durch, den Beschluss über die Anhörung im Innenausschuss von der Tagesordnung zu nehmen. Grünen-Innenpolitiker Wolfgang Wieland warf der Koalition daraufhin "jämmerliches und feiges" Verhalten vor. CDU Generalsekretär Gröhe, der Schänder des 8. Gebotes, widersprach dem nicht, sondern ergänzte lediglich: "Aber ein wirksames."
Bischof Müller soll zum Reichsbischof ernannt werden
Wegen seiner Verdienste um den NS-Vergleich - die Frequenz verwendeter NS-Vergleiche war in letzter Zeit stark zurückgegangen und lag bei nur noch 55 000 Vergleichen pro Stunde im deutschprachigen Raum sowie der Schweiz - soll der Regensburger Bischof Müller zum Reichsbischof ("Reibi") Müller ernannt werden.
Müller hatte die gegenwärtige Einstellung der verweichlichten Bevölkerung gegenüber der priesterlichen Fürsorge an ihrem männlichen Nachwuchs kritisiert. Früher seien die Eltern stolz gewesen, wenn sie dem Führer einen Sohn hätten schenken dürfern. Verweltlichung und Entmilitarisierung der Gesellschaft aber hätten es mit sich gebracht, daß die Knäblein von heute in Watte gepackt würden.
Wie 1941, so Müller weiter, sollten die Eltern lieber wieder froh und dankbar sein, wenn ihre Kinder, wie bei den bekanntgewordenen Fällen bei den Regensburger Domspatzen, frühzeitig mit dem Heiligen in Berührung gebracht würden.
Wegen gewisser Vorkommnisse bei den Regensburger Domspatzen war die Firma Apple dazu übergegangen, auf der Musikdownloadplattform iTunes die Produkte der Domspatzen mit der Warnung "explicit" zu versehen. Dazu Müller: "Ein Glanzstück des Bistums Regensburg soll in den Dreck gezogen werden."
Wenn das Beispiel Schule machen und letztlich dazu führen würde, daß die Mitgliedschaft bei den Domspatzen erst ab 18 freigegeben wird, wäre damit niemandem gedient, dem Publikum nicht, den Knaben nicht, die dann wieder wie früher vor dem Stimmbruch kastriert werden müßten, und den Chorleitern schon gar nicht.
Sarrazin darf bleiben, aber
Thilo Sarrazin darf in der SPD bleiben, wird aber ein bißchen "entmannt" (W. Clement).
Dies sieht der Schiedsspruch der Landesschiedskommision der SPD in Berlin vor. Thilo Sarrazin darf demnach den Saloon zwar betreten, muß aber seine Testikel beim Wirt abgeben, der sie für ihn aufbewahrt und sie ihm erst dann wieder aushändigt, wenn Sarrazin den Saloon verläßt.
Auf diese Weise hofft die Schiedskommission, verhindern zu können, daß Sarrazin am Tresen - wie wiederholt geschehen - den Mann mit den dicken Eiern markiert. In einer Zeit, in der die SPD Wert darauf legt, sich den Wählern als Partei zu präsentieren, die man wieder wählen kann, kommen ihr die Sarrazinschen Wirtshauspöbeleien ungelegen.
Natürlich bleibt ein Restrisiko. Den Gang von der Schwingtür zum Tresen und zurück wird Sarrazin auch fürderhin bewaffnet zurücklegen dürfen. Eine kleine Rempelei, ein unbedachtes Wort, wie schnell ist da nicht ein Malheur passiert.
Wundere sich also niemand, wenn er auch in Zukunft auf Sarrazins Schleimspur ausglitscht.
The best laid schemes o' mice an' men
Bei Rewe gibt es jetzt zwei Plastikflaschenrücknahmeautomaten. Einen für uns andere, und einen für die, die zu panne sind, um a) Mehrwegflaschen zu kaufen und b) mit solch einem Automaten klarzukommen.
Soweit gut. Doch ach! die Welt ist unvollkommen. Jene glauben, es liege am Automaten, und probieren, ob es an unserem Automaten vielleicht besser geht.
Tut es natürlich nicht, und schon sind wir wieder da, wo wir gestartet waren: am Ende der Schlange vor dem (noch) funktionierenden Automaten, während der andere hupt und blinkt und den Eingriff eines zertifizierten Problem Managers anmahnt. Und während dieser irgendwo zwischen Trial und Error herumhantiert, verweigert Automat 2 die Mitarbeit unter Hinweis auf die fehlende Banderole, gravierende Restflüssigkeitsmengen, volles Laufband, falsche PIN oder Nichterreichbarkeit des Netzlaufwerkes komplett und verweist auf die kostenpflichtige Hotline ...
... An' lea'e us nought but grief an' pain / For promised joy.
Die Wissenschaft hat mal wieder festgestellt. Aber dafür ist sie ja auch da.
"Amüsanter Versuch, verblüffende Resultate: Taucht man eine Hand in Eiswasser, kommt es zu Stressreaktionen. Danach sollten 50 Männer Fotos von nackten Frauen beurteilen. Sie bevorzugten andere Frauen als ungestresste Probanden."
Auch wird berichtet, glaubhaft berichtet, daß Männer, denen man mit einem Zimmermannshammer rhythmisch auf den kleinen Zeh schlägt, weniger Interesse am "Spiegel" zeigen, als Männer, die seit drei Stunden in der VIP-Lounge auf den ICE nach Hintertupfing warten.
Der Streß ist nicht geringer. Trotzdem sind letztere bereit, sich um das einzige Exemplar zu hauen. Erstere hingegen sind ohne weiteres in der Lage, den, der sie auf einzelne, interessante Artikel hinzuweisen versucht, samt Spiegel die Treppe hinunter in die Plebs-Lounge zu werfen.
Schule ohne Mißbrauchsverdacht gerät unter Verdacht
Aus Sachsen wird von einer Zöglingsschule berichtet, in der es bis heute keinerlei Mißbrauch gegeben haben soll.
Fachleute halten das für unglaubhaft und äußerst verdächtig. Da könne was nicht stimmen.
Ein runder Tisch soll jetzt Klarheit in die Angelegenheit bringen. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat alle Beteiligten zur Kooperation mit den Justizbehörden aufgefordert.
Keine Internate und Klosterschulen mehr in der Nähe von Schulen und Kindergärten
Um dem immer stärker werdenden Ruf nach Maßnahmen - Verlängerung der Verjährungsfrist, Aufhebung der Verjährungsfrist, Runder Tisch, noch runderer Tisch - nachzukommen, haben Bund und Bischofskonferenz sich auf ein bißchen Minimalkonsens und Aktionismus geeinigt.
Fürs erste sollen Einrichtungen, in denen Pädagogen und Priester Umgang mit Jugendlichen haben, nicht mehr in unmittelbarer Nähe von Schulen, Kindergärten, Waisenhäusern, Fürsorgeheimen u. dgl. gebaut werden dürfen.
"Wir können das Milieu nicht austrocknen," sagt Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, "aber wir können es in Reservate zurückdrängen. Und wir müssen es zurückdrängen. Wenn wir der Ausbreitung dieser Etablissements tatenlos zusehen, sind unsere Städte früher oder später nicht mehr zu kontrollieren."
Schwager des Papstes beklagt Feindseligkeit
Der frühere Chorleiter der Regensburger Domspatzen, Georg Ratzinger (86), ein Schwager des Papstes, klagt in Zusammenhang mit jüngst bekannt gewordenen Missbrauchsfällen an Chorknaben über "Feindseligkeit der Kirche gegenüber."
Die Priester und Chorleiter, die zu ihrem eigenen Entsetzen so schwer gefehlt hätten, hätten dies nicht aus weltlichen Gründen getan, sondern immer nur zum höheren Lobe Gottes. Dieser Aspekt gehe ihm in der feindseligen Debatte leider unter.
De Maiziere wählt sich eine neue Islamkonferenz
Weil die Teilnehmer der Islamkonferenz das Vertrauen ihres Innenministers verscherzt haben, hält Lothar de Maizière es für besser, die Konferenz aufzulösen und eine andere zu wählen.
Die Teilnehmer der bisher 30 Personen zählenden Runde aus Bund, Ländern, Gemeinden und Muslim-Vertretern werden weitgehend ausgetauscht. Beim nächsten Treffen am 17. Mai neu hinzukommen sollen Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und der nordrhein-westfälische Minister Armin Laschet (CDU) als derzeitiger Vorsitzender der Integrationsministerkonferenz. Zudem sollen die Oberbürgermeister von Nürnberg (CDU), Duisburg (CDU) und Göttingen (CDU) beteiligt werden - um ihnen Platz zu machen, müssen die Muslime (CDU) gehen. Lothar de Maizière (CDU) selbst wird durch Thomas de Maizière (CDU) ersetzt.
De Maizière räumte ein, dass er noch nicht genau wisse, wie man die Muslime nun, da sie nicht mehr dabei sind, einbinden könne, gibt aber der Hoffnung Ausdruck, mit den neuen Teilnehmern rascher zu Ergebnissen zu kommen. Bisher waren die Konferenzpapiere weitgehend im Allgemeinen geblieben. Konkret nannte de Maizière den schnellen Aufbau von Islamlehrstühlen zur Ausbildung heimischer Imame und Islamlehrer. Es sei "überhaupt nicht schön", dass diese bisher meist aus dem Ausland gesandt werden, sagte er.
Vorerst sollen die Islamlehrstühle daher mit Christen (CDU) besetzt werden.
Es geht auch anders
Köln. - Ikea will jetzt auch in das Geschäft mit U-Bahnschächten einsteigen. Nach den Worten des Vertriebschefs für das Rheinland (linksrheinisch), TÜNNES, verspricht sich Ikea einen jährlichen Absatz von bis zu 100 Schächten im Jahr. Zielgruppe sind neben Köln vor allem junge Gemeinden mit schmalem Geldbeutel, die trotzdem auf eine U-Bahn nicht verzichten mögen.
Als Vertriebspartner habe man das gut eingeführte Familienunternehmen FLIESSAND gewonnen, das sich vor allem im Tagebau und durch großflächigen Abraum aller Dinge, die da im Wege sind, in der Branche einen Namen gemacht hat. Branchenkenner (Germanistenfuzzi) begrüßen Ikeas Einstieg in den deutschen U-Bahnmarkt. "Das eröffnet dem U-Bahnbau neue Chancen," so Germanistenfuzzi, "panta rhei. Niemand kann zweimal in demselben U-Bahnschacht baden, denn weder ist er derselbe, der er war, noch gibt es eine Garantie dafür, daß der Schacht noch da ist."
Weltweit sind bereits etwa 4000 U-Bahnschächte von Ikea im Einsatz, hauptsächlich in Skandinavien und Großbritannien. "Alles in allem mit gutem Erfolg," sagt TÜNNES. Man dürfe nur nicht vergessen, nach drei Monaten alle Schrauben nachzuziehen.
"Sonst bricht Ihnen der ganze Bettel irgendwann zusammen."
Ruck ging durch Deutschland
Unbemerkt von den meisten Deutschen ist am Samstag, dem 27. Februar 2010, gegen 19:26 ein Ruck durch Deutschland gegangen.
Deutschland spürte auf einmal, wie sein rechtes Knie zitterte, zuckte vielmehr, so, als wenn man kurz vorm Einschlafen auf eine Treppenstufe tritt, die nicht da ist. Das war's aber auch schon. Deutschland streckte das Bein, zog es wieder an, pulte sich eine Schinkenfaser aus dem Gebiß und überlegte, ob noch genug Bier im Kühlschrank sei.
Nur das Gehirn von Roman Herzog bewegte sich einmal unruhig im Schlaf.
Teuerung gibt nach
Wiesbaden - Günstige Nahrungsmittel und sinkende Preise für Ministerpräsidenten haben die Teuerung in Deutschland im Februar deutlich gedämpft.
Die Verbraucherpreise stiegen binnen Jahresfrist nur noch um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag anhand vorläufiger Daten mitteilte. Im Vergleich zum Januar stiegen die Preise im Februar um 0,2 Prozent. Im Januar hatte die jährliche Teuerungsrate mit 0,8 Prozent noch höher gelegen.
Der Preis für den sächsischen Ministerpräsidenten Tillich lag im Februar 2008 im Mittel nur noch bei 8000,- €, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers kostet derzeit im Schnitt 0,- € (Vorjahresmonat: 20.000,- €) und wird somit unter Einstandspreis gehandelt.
Das Kartellamt ist informiert.
NRW-CDU will für Rüttgers' Teilnahme an Ausschußsitzung 20.000 €
Die Grünen im Landtag von Nordrhein-Westfalen wollen die Käuflichkeitsvorwürfe gegen Ministerpräsident Rüttgers nun vor den Landtag bringen. Die Landesregierung müsse vor dem Hauptausschuß des Parlaments darlegen, "ob wirklich ausgeschlossen ist", dass Rüttgers gegen Bezahlung Gespräche mit Sponsoren geführt habe, sagte Fraktionschefin Sylvia Löhrmann am Montag im WDR-Hörfunk.
Die CDU-Fraktion stimmt dem Ansinnen "im Prinzip zu", verlangt aber für die Teilnahme des MP 20.000 €. Die seien übrigens weder Honorar noch Aufwandsentschädigung, noch etwa verdeckte Parteispende noch Sponsoring, sondern Schmerzensgeld für erlittene Unbill.
Nach Ansicht der CDU-Fraktion ist es Rüttgers nicht zuzumuten, mit Leuten, die ihn der Käuflichkeit bezichtigen, an einer Sitzung teilzunehmen. Es sei denn für Geld.
Trinkfest und erdverwachsen
Mit gutem Beispiel voran in die Fastenzeitaktion "7 Wochen ohne" fährt die hannoversche Erzbischöfin Käßmann. Sie verzichtet in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Karfreitag auf ihren Führerschein. Exzellenz Käsmann war den Bütteln des niedersächsischen Innenministers Schünemann am Samstag abend mit einskommanochwas Promille in die Falle gegangen.
"Brav", kommentiert Pfarrer Beffchen die Tapferkeit seiner Chefin, "eine von uns!"
"Wir Landpfarrer kennen die Nöte unseres Volkes. Wir wohnen in einem weiten Land, und der Durst ist groß. Weit ist es von der Disko nach Hause, wenn die Straßengräben näher kommen und das Schädelweh sich auf uns senkt."
"Wahrscheinlich war die Bischöfin auf dem Weg zu einem Rühreiessen, wie unsere jungen Leute das nachts gerne machen. Nur daß wir sicher sein können, daß der Dorfsheriff in seiner Kneipe hockt, anstatt Streife zu fahren und Unheil zu hecken."
"Wir haben uns immer einen Bischof gewünscht, der seinen Mann am Weinfaß steht und keine Scheu vor Weiberröcken hat. - Den haben wir nun. Mit einer solchen Bischöfin an der Seite hätte Herzog Widukind sich nicht taufen lassen."
Rüttgers zu teuer
Wegen grotesk überzogener Preisvorstellungen muß der Generalsekretär der nordrhein-westfälischen CDU seinen Hut (79,- €) nehmen. Der arme Mann (184,- €) hatte versucht, seinen Parteivorsitzenden (20.000,- €) auf dem kommenden Parteitag (1,3 Mio. €) stundenweise an interessierte Unternehmer - "oder auch Hartzies, wir sind hier für Gleichheit" - zu vermieten.
Die bürgerliche Presse findet das zu teuer. "Das ist der Kommunist nicht wert," lautet der Tenor, "ja, wenn es Westerwelle wäre ..."
Der (700.000,- €) hat unterdes gefordert, die Steuer auf Politiker (19%) zu senken (7%), damit auch der ganz normale Haushalt einer Kellnerin (1.400,- €) mit zwei Kindern (368,- €) usw. usw.
Man werde in Deutschland ja wohl noch sagen dürfen, daß, so Westerwelle.
Schäuble lehnt Hartz-IV-Anhebung ab
Finanzminister Pankratius Schäuble hat darauf hingewiesen, daß das Bundesverfassungsgericht eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze mit seinem Urteil untersagt hat. Das ergebe sich zwingend aus der Tatsache, das das Gericht nicht explizit festgestellt hat, daß die Sätze zu niedrig seien.
Weiter gehe aus dem Urteil hervor, daß die Erde eine Scheibe sei, wenn es anders wäre, würde das BVG das ausdrücklich festgestellt haben. Was das Gericht auch nicht ausdrücklich festgestellt habe, sei, daß er, Schäuble, alle Tassen im Schrank habe.
Der Auftrag des Gerichts an die Politik sei es vielmehr, die Menschenwürde so zu redefinieren, daß sie dem Bundeshaushalt nicht entgegenstehe.
Turbo-Konfirmand
Jakob, der schnellste Konfirmand Niedersachsens, hat bereits jetzt, zwei Monate vor dem Finish, 400 Stempel auf seinem Gottesdienstbesuchskärtchen. Für seine Konkurrentin Anna-Lena (279 Stempel) dürfte er kaum noch einzuholen sein.
Jakob wird damit zwar den Rekord des Strebers Gröhe von 1975 - 517 Stempel in zwei Jahren und Kreisvorsitzender der jungen Union - nicht gefährden, sich aber gleichwohl für höhere und höchste Aufgaben in der Politik (vgl. Rühe, Hinze, Pofalla) empfehlen.
Raider heiratet Twix
Die Blonde mit den gebügelten Haaren, die bislang Köhler hieß, hat geheiratet und heißt jetzt ausgerechnet Schröder.
Manche Leute haben ja anscheinend überhaupt keinen Ehrgeiz.
Besser nicht kaufen
Die Schutzvereinigung der deutschen Steuerhinterzieher (SDS) hat die Bundesregierung davor gewarnt, eine CD mit Daten von 1.500 Steuerhinterziehern zu kaufen, die ein Informant der Steuerfahndung in Wuppertal angeboten haben soll. Möglicherweise sei auf der CD ein Trojaner versteckt, wahrscheinlich sogar. Mit ziemlicher Sicherheit. Der würde sich dann unbemerkt auf dem Computer der Bundesregierung einnisten, und eines Nachts, wenn alles schliefe, würden sich Odysseus, Menelaos, Philoktetes und die anderen heimlich abseilen, die Bundesregierung im Schlaf erwürgen, alles in Brand setzen und auf den Straßen erschlagen, wen sie fänden.
Das sei es nicht wert.
Außerdem sei die CD mit hoher Wahrscheinlichkeit Diebesgut. "Das ist, als wenn sie einem Fuchs eine Gans abkaufen," sagt CDU-Wirtschaftspolitiker Michael Fuchs. "Da können Sie auch ziemlich sicher sein, daß die nicht freiwillig mit ihm gegangen ist."
Gericht stärkt Arschlöchern den Rücken
Käsdorf. - Das Oberverwaltungsgericht hat festgestellt, daß die Arschlöcher aus formalen Gründen recht haben. Die Arschlöcher hatten dagegen geklagt, daß die Regierung ihnen verbieten wollte, sich wie die Arschlöcher zu benehmen. Jetzt gab ihnen das Gericht insofern recht, als daß sie damals hätten gefragt werden müssen.
Das ist aber nicht geschehen, woraufhin die Arschlöcher das Gericht angerufen hatten.
Während wir normalen Menschen nur den Kopf schütteln, frohlocken die Arschlöcher und geben zu Protokoll, sich ab sofort wieder wie die Arschlöcher benehmen zu wollen. Die Regierung bedauert das. Allgemein hatte man aber damit gerechnet.
KBW kauft Saab
"Aus alter Anhänglichkeit." - Der Kommunistische Bund Westdeutschland (KBW), der sich 1985 als politische Gruppierung aufgelöst hat, um "in die Wirtschaft zu gehen", hat sich nach Informationen des Käsdorfer Metropolitan (KM) schon Ende letzten Jahres reinstitutionalisiert, um als potenter Player in den Bieterkampf um den schwedischen Autohersteller Saab einzugreifen.
"Nicht in den Kampf eingreifen, ihn gewinnen!" korrigiert Joscha Schmierer, früher Generalsekretär des ZK, heute irgendwas mit Medien, bald schon CEO in Trollhättan, mit Chauffeuren, Sekretärinnen satt, Firmenjet und eigener Armee. Nein, eigene Armee ist wahrscheinlich übertrieben. Obwohl ...
Möglich wurde der Deal, weil die ehemaligen Genossen in der Zwischenzeit und guten Positionen jede Menge Staatsknete abgegriffen und, wie in alten Zeiten, alle zusammengelegt haben. Wie in alten Zeiten klingt auch die Presseerklärung, die der KM abdruckte:
"Durch seinen langanhaltenden Bieterkampf gegen den Formel-I-Imperialismus des Bernie Ecclestone, der durch den Sieg vom 27. Januar gekrönt wurde, hat der Kommunistische Bund Westdeutschland bereits große Beiträge zur Sache der internationalen Arbeiterklasse und der Völker der Welt geleistet. Durch ihren langen Widerstandskrieg gegen die Zerschlagung der Firma Saab durch den GM-Imperialismus und durch ihre Erfolge beim Erhalt des Standortes und beim Aufbau des Sozialismus in Trollhättan leistet die Belegschaft von Saab einen entscheidenden Beitrag für die Sache der internationalen Arbeiterklasse und der Völker der Welt. Durch diesen Kampf verteidigt sie ihre wirtschaftliche Existenz, ihr Land und ihre Unabhängigkeit. Dieser Kampf durchkreuzt das weitere Vordringen des US-Imperialismus und seiner westeuropäischen Marionetten in Skandinavien und verteidigt damit auch die Unabhängigkeit der Völker Europas und der Welt."
Bahn verbessert Pünktlichkeit
2009 ist es der Bahn gelungen, die Pünklichkeit auf den Anzeigetafeln deutlich zu verbessern. 45,3% aller Verspätungsanzeigen konnten im Jahresmittel mit den tatsächlichen Zugverspätungen Schritt halten. Bislang war es so, daß auf vielen Tafeln auch dann noch "ca. 10min" stand, wenn der Zug bereits 25 Minuten überfällig war. Dieser Wert konnte jetzt erstmalig unter 55% gedrückt werden.
Für 2010 strebt Die Bahn ein Ergebnis von unter 50% an.
Aussteigerprogramm für FDP-Mitglieder beschlossen
Die Blonde mit den gebügelten Haaren macht jetzt Ernst: Aussteigerprogramme soll es nicht länger nur für Rechtsextreme, sondern für Extremismus jeder Art geben. Mit der FDP wurde jetzt ein Pilotprojekt gestartet. Die hierbei gesammelten Erfahrungen sollen in zukünftige Anti-Extremismus-Projekte einfließen.
"Es gibt keinen guten Extremismus," bekräftigte Köhler. Dann entschuldigte sie sich, sie wolle sich kurz die Frisur aufbügeln lassen.
Kyrill I. warnt vor Unmoral
Der russich-orthodoxe Patriarch Kyrill I., der sich nicht zufällig den Namen eines berühmten Sturms gegeben hat, hat es als Zeichen zunehmender Unmoral in der westlichen Gesellschaft gewertet, daß immer mehr Menschen als Frauen geboren werden. Frauen seien, so der Patriarch, eine Gefahr für die Moral einer jeden Gesellschaft. "Weile nicht in der Gesellschaft der Weiber, " rief der Patriarch den Gläubigen zu, "denn aus den Kleidern kommen Motten, und die Bosheit des Mannes kommt vom Weibe."
Die anwesenden Damen applaudierten.
Frankreich erwägt Steinigung für Burka-Trägerinnen
Eine französische Parlamentskommission hat empfohlen, das Tragen von Burkas in der Öffentlichkeit zu untersagen. Unklar ist bislang, was mit den Frauen passieren soll, die sich an dieses Verbot nicht halten.
Eine weitere Kommission soll jetzt untersuchen, ob Steinigung eine Möglichkeit wäre, dem Verbot Nachdruck zu verschaffen.
Wenn der Rüttgers es bis 2012 schafft, könnte man das ganze auch “Unsozialgesetz 2012″, kurz “Uso12″ nennen. Damit bekommt man gleich auch die passende Medizin gegen die Risiken und Nebenwirkungen empfohlen.
Posts mit dem Tag Rüttgers.
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