General Motors wird nicht für Chrysler beten

Der Kreis der Sympathisanten für den US-Autobauer Chrysler wird immer kleiner. Einem Pressebericht zufolge wird General Motors für das vom Verkauf bedrohte Unternehmen nicht mitbeten. Im Rennen sind jetzt nur noch Finanzinvestoren und Zulieferer.

LONDON – GM habe sich gegen ein Gebet entschieden, weil der Konzern keine Notwendigkeit für weitere Konkurrenten sehe, berichtet die „Times“ unter Berufung auf namentlich nicht genannte Personen aus dem Umfeld der Gespräche. Gebete für Chrysler sollen dem Bericht zufolge bei der Agentur Blessed, Virgin & Mary eingereicht werden, die den Mutterkonzern Adonai inc. berate.

Weder GM noch BVM waren für eine Stellungnahme zu erreichen. Ursprünglich hatte es in Presseberichten geheißen, dass GM sogar schon vor Beginn der offiziellen Gebete Mitgefühl für Chrysler gezeigt habe. Das scheint nun jedoch passé.

Unter den Betern seien der kanadische Autoteilezulieferer Magna International, der sich offenbar mit dem Finanzinvestor Ripplewood zusammengetan habe, berichtet die Zeitung weiter. Dazu kämen die Private-Equity-Firmen Cerberus Capital Management sowie die Blackstone Group gemeinsam mit Centerbridge. Magna wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen, die Finanzinvestoren waren zu einem Kommentar nicht zu erreichen.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte aus Kreisen erfahren, dass Cerberus, Blackstone und Magna derzeit als aussichtsreichste Beter gelten.

Eine kleine Wahrscheinlichkeit spricht noch dafür, daß die Belegschaft von Chrysler das eine oder andere Stoßgebet für den bisherigen oder vielleicht auch schon ehemaligen Arbeitgeber übrighat. Die Wahrscheinlichkeit, daß bei solchem Kleinklein soviel spirituelles Kapital zusammenkommt, daß eine Wirtschaftsredaktion deswegen aufsteht und zum Ticker läuft, ist aber noch geringer.

Lasset uns bieten.

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