Neues von Friedrich Merz

»Steinzeitmenschen werden oft vollkommen falsch dargestellt«

Schreibt klein Hubbert im Spiegel. In Film, Funk und Fernsehen und teilweise auch im SPIEGEL würden sie meist dargestellt wie ganz normale Westeuropäer, nur halt aus einer anderen Zeit. Dabei seien sie viel diverser gewesen als wie wir: dunkle Haut und oft sogar schwarze Haare! Auch schon was – wie man halt so aussieht, wenn man das offene Feuer mit bloßen Händen am Laufen halten muß und sich dabei alle naslang die langen Haare abfackelt.

Denn zum Schneiden hatte man bloß Flintstones, keine Scheren, da schor man sich den Schopf schon besser ab. Weswegen viele auch kaum Haare hatten, sondern eine schädelbetonte Nichtfrisur und unterhalb des seltsamen Stirnskalps ein ganz ausgesprochenes Gesicht. So eines, das, hätte es sie schon gegeben, Uhren würde angehalten haben. Eines, das schwere Dieselloks hätte entgleisen lassen und somit dito hätte anhalten können, nur gab es natürlich auch noch keine Dieselloks. Was es schon gab, und was sie anhalten konnten – und was sie auch anhalten taten -, das waren Mammute im vollen Galopp.

„Das,“ so sprach ein solches Mammut, wenn es eines Gesichtes ansichtig wurde, welches vermuten ließ, der Träger habe anstelle der Leber faules Holz und Boviste im steinzeitlich-westeuropäischen Wanst, und über dieses Holz sei ihm auch noch allerlei Getier gekrabbelt, „das,“ so wiederholte es, „muß ich mir nicht antun. Was für eine Visage! Als hätte ihm wer die Luft aus dem Mofa gelassen! Als wäre er als Kind in einen Rührkessel mit beleidigter Leberwurst gefallen! Als hätte ihm wer ein Weibsbild vor die Nase und an die Fraktionsspitze gesetzt! Hier ist gut abhauen; laßt uns die Richtung ändern und die Biege machen.“

Die Mammute änderten dann die Richtung, bogen ab und versanken im Pechsumpf.

Doch – Weibsbilder gab es damals. So divers war man schon. Sie sahen vermutlich aus wie heutige westeuropäische Weibsbilder, nur eben aus einer einer anderen Zeit.

Es sei denn, klein Hubbert wüßte auch das besser.

Merz, Friedrich spricht sich gegen AfD-Verbotsverfahren aus

Merzens Friedrich ist der Meinung, sagen zu sollen, daß ein Verbotsverfahren gegen den parlamentarischen Arm der Reichsbürgerschaft, der AfD, zu nichts nütze sein würde, ihm zumindest nichts. Er läßt sich mit den Worten zitieren, er halte nichts davon, „harmlose[n], aber besserwisserische[n] Spinner[n] mit der ganzen Härte des Gesetzes“ kommen zu wollen, auch nicht mit der halben Härte, auch nicht mit einem Viertel, „wozu?“. „Die“ – damit meint er die Reichsschildbürger – täten sich anderntags neu organisieren, wären dann in einer anderen Partei und würden von vorn anfangen, ihm Merz, original CDU-Wähler und original CDU-Wählerinnen auszuspannen, die er, Merz, gerne selber behielte, oder zurückbekäme. Oder an sich bände. Oder überhaupt erst einmal kriegte. Sie zumindest einmal auf sich aufmerksam machte. Vielleicht daß sie sich auf der Straße nach ihm umdrehten, sich anstießen und tuschelten. Nötig sei, so Merz, eine politische Auseinandersetzung, keine juristische.

Mit wem hingegen keine politische Auseinandersetzung not täte, sondern eine juristische, und wer nicht mit der halben, sondern mit der vollen Härte des Gesetzes und keinem Jota weniger konfrontiert und dringend bekannt gemacht werden müsse, das seien die keineswegs harmlosen, wohl aber besserwisserischen Spinner von den Letzten Generationen, die sich, wenn man nicht hingucke, an alles klebten, was nicht niet- und nagelfest sei. Oder besser, da das ja nicht viel Sinn mache, die sich an alles klebten, was flex- und boschhammerfest sei. In deren Umfeld solle man mal mit Verbotsverfahren fuchteln, daß es eine Art habe. Die horteten schließlich keine Waffen, horteten die nicht, die führten keine Umsturzflausen spazieren, führten die nicht, die kompilierten keine Todeslisten, die seien vielmehr hochmotivierte, topkriminelle Straftäter und handfeste Verbrecher. Und wenn er ‚handfest‘ sage, dann meine er handfest. Gegen die brauche man Boschhämmer und Winkelschleifer. Die kriegten es fertig und pappten sich vor die Privatjets unschuldiger Blackrockaufsichtsratsvorsitzender auf deren privates Rollfeld.

Gefragt, was denn Verbotsverfahren im Rollfeld – pardon: im Umfeld solcher Aktivisten bringen sollten, ob die nicht völlig unnütz seien, weil sich die Aktivisten nach erfolgtem Verbot tagsdrauf halt neu organisierten und dann in anderen Gruppen seien und dort von vorn anfingen, sagte Merz, solch einen Blödsinn habe er noch nie gehört.

Und das wolle etwas heißen, denn er sei seit 50 Jahren in der CDU.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


sieben × 5 =

Navigation