Lammert wirbt um Verständnis für Verzicht auf Begriff «Bundestagspräsident»

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die Vermeidung des Begriffs «Bundestagspräsident» im Zusammenhang mit dem Präsidenten des Bundestages verteidigt. Er nahm dabei die Bundesregierung vor dem Vorwurf in Schutz, den Ernst der Lage durch Formulierungen wie «der Nobbi», «jener Lammert» oder «dieser Typ da» zu verschleiern. Die Regierung lehnt das Wort «Bundestagspräsident» für den Bundestagspräsidenten ab.

Der CDU-Politiker sagte zu Silvester, der vorsichtige sprachliche Umgang der Regierung mit dem Amt des Parlamentspräsidenten habe nichts mit Ausweichmanövern zu tun. Der Parlamentspräsident verwies auf die rechtlichen Auswirkungen, die sich aus der Begrifflichkeit eines Parlamentspräsidenten ergäben. Lammert nannte als Beispiel Pensionsansprüche, die für ihn anfallen könnten.

Deshalb wünsche er sich „auch von den Medien etwas mehr Sorgfalt in der zu schnellen Kritik vermeintlich verschleiernder Begrifflichkeiten„. Lammert sagte, er glaube im Übrigen nicht, dass eine klarere Sprache der Politiker die wachsende Ablehnung der Politiker in der Bevölkerung verhindert hätte.

„Ja, ja, ich weiß,“ sagte Lammert dem Käsdorfer Metropolitan (KM), „deine Rede sei ja ja, nein nein. Kenn ich. Ich aber sage euch: Wie aus einer Mistforke kein Spaten wird, und wenn man noch so oft «Spaten» dazu sagt, so wird auch aus einer Mistforke kein Bundestagspräsident.“

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